Dötlingen - Der Streit um den Luftballonweitflugwettbewerb beim Dötlinger Erntedankfest geht in die nächste Runde: Nach einem Schreiben von Wilfried Papenhusen hatte der Bürger- und Heimatverein auf seiner Jahreshauptversammlung Anfang März den Verzicht der Ballons aus Umwelt- und Tierschutzgründen erklärt. Nun gab es eine erneute Reaktion von Wilfried Papenhusen.

Er wies in einem Leserbrief darauf hin, dass er bereits im Frühjahr 2017 anlässlich einer großen Ballonaktion am Burgberg ein Schreiben an den Vorsitzenden Eckehard Hautau und auch Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski verfasst habe.

„Die angeschriebenen Schulen wie auch Eckehard Hautau hüllten sich in Schweigen – nur Jens Kuraschinski zeigte umgehend per Mail eine starke Betroffenheit hinsichtlich der vermeidbaren Auswirkungen besonders für die Kreatur und versprach, künftig an solchen Aktionen nicht mehr teilzunehmen.“ Selbst der TV Brettorf habe seinen Luftballonstart anlässlich des sommerlichen Sportfestes durch einen Wettbewerb mit Seifenblasen ersetzt. „Der offene Brief vom Mellumrat an den Bürger- und Heimatverein konnte den Vorstand ebenso wenig beeindrucken wie der Appell vom Umweltpolizisten Andreas Wieting“, so Papenhusen.

Hautau zeigte indes Unverständnis für Papenhusens Beschuldigungen. Er verwies dabei auf eine Antwort des 2. Vorsitzenden des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen, Jens Bührmann, die nach einer E-Mail von Wilfried Papenhusen am 21. Februar verschickt worden sei. „Darin haben wir mitgeteilt, dass Vorstand und Beirat des Bürger- und Heimatvereins den Beschluss gefasst haben, von zukünftigen Luftballonaktionen Abstand zu nehmen“, so Hautau. Etwa eine Stunde später habe es hierauf eine „euphorische Antwort“ von Wilfried Papenhusen gegeben.

Auch auf eine schriftliche Kritik Papenhusens an der Aussage, dass viele Mitglieder eine Absage des Weitflugwettbewerbs für überzogen hielten und als Verlust eines tollen Kindererlebnisses bedauerten, reagierte Hautau: „Auch in einem Verein wie dem Bürger- und Heimatverein ist die freie Meinungsäußerung ein höchstes Gut.“

Der Verein ist nun auf der Suche nach einer Ersatzaktion für den Ballonstart. Ein Quiz rund um Dötlingen der Nabu-Ortsgruppe ist dabei eine Überlegung.