Dötlingen - 21 interessierte Bürger, darunter der Landschaftswart Heinz-Hermann Wilke aus Klattenhof, machten sich am Sonntag auf zu den Naturdenkmalen in der Gemeinde Dötlingen. Zu der Radtour hatten Martin Bruns und die Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen eingeladen. Marianne Steinkamp, Sprecherin für die Dötlinger Nabu-Mitglieder, begrüßte die Gruppe an der Dorfeiche in Dötlingen.
Von den 40 Naturdenkmalen der Gemeinde sollten 13 mit dem Rad angefahren werden. Zu mehr reichte die Zeit nicht. Wie sich zeigte, seien die Naturdenkmale zwar als solche bestimmt worden, aber an die Pflege habe niemand mehr so richtig gedacht. Martin Bruns: „Die Naturdenkmale werden überwiegend nicht in Ordnung gehalten. Das bedeutet, dass zum Beispiel Schlatts zuwachsen und als solche dann nicht mehr erkennbar sind.“
Das machte er auch am Beispiel des Naturdenkmals „ND 131“ fest. Dabei handelt es sich um eine Buche am Dötlinger Holz. Schon seit dem Winter soll hier ein rotweißes Plastik-Absperrband den Baum sichern und abgrenzen. „Mittlerweile hängen von dem Band nur noch Reste herum. Hier sollte der Baum nicht nur primitiv abgesperrt, sondern eventuell mit einem Zaun gesichert werden.“ Als weiteres Beispiel führte Bruns das Naturdenkmal 144 (Hutewaldrest/Sieben Buchen) an. Früher seien Rinder und Schweine dorthin getrieben worden, um Futter zu finden. Durch diesen Verbiss seien die Bäume klein geblieben und nur einige Eichen durchgekommen. Beanstandet wurden fehlende Naturdenkmal-Hinweisschilder. Auch zusätzliche Hinweistafeln gebe es nicht. Schön wären auch Tische und Bänke.
