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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Dötlingen

Glücksbringern unter die Flügel greifen

23.06.2017

Altona Hauseigentümer, die Schwalbennester an ihrem Haus haben, leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Sechs davon hat die Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen des Nabu (Naturschutzbund Deutschland) deshalb am Donnerstag mit Urkunden sowie der Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ ausgezeichnet. Geehrt wurden Heiner Ahrmann, Besitzer des Hotel-Restaurants „Gut Altona“ in Dötlingen, Isabel Kaczorek, die zusammen mit Eva-Maria Liersch die Hundepension „Bella for Dogs“ in Düngstrup führt, Landwirt Heinz Brengelmann aus Wildeshausen, Angela Brüggemann vom Schullandheim Dötlingen sowie in Abwesenheit Landwirt Heiko Holtmann aus Hockensberg und Gastronom Emin Günay vom Wildeshauser Restaurant „Ägäis“.

„Mein Vater hat seinerzeit schon ein Herz für Schwalben gehabt und inzwischen haben wir rund 20 Nester“, erläuterte Brengelmann. Ähnlich viele Nester gibt es auf Gut Altona. Allerdings fielen einige dem verheerenden Brand im September 2016 zum Opfer. „Da Schwalben sehr standorttreu sind, sind wir auf die Familie Ahrmann zugegangen und haben gemeinsam Kunstnester angebracht, um den Schwalben eine Alternative anzubieten“, erläuterte der Pressesprecher der Ortsgruppe, Wolfgang Pohl.

Das gelang ebenso wie die „Umzugshilfe“ in der Hundepension „Bella for Dogs“. „Weil wir unsere Diele anderweitig nutzen wollen, sollen die Schwalben nach oben ziehen“, sagte Isabel Kaczorek. Dank der Zusammenarbeit mit dem Nabu sei das bei zwei Nestern bereits geglückt. „Mit der Nisthilfe hat das nicht geklappt, aber mit einem benutzten alten Nest“, sagte Kaczorek. Nun müsse man noch die restlichen zehn Schwalbenpärchen zum Etagenwechsel motivieren.

Ganz so viele Schwalbennester hat das Schullandheim in Dötlingen noch nicht, „aber wir sind auf einem guten Weg“, betonte Angela Brüggemann bei der Urkundenverleihung. Besonders das Nest direkt über dem Eingangsbereich stieß auf viel Interesse bei den Kindern.

Schwalben sind in ganz Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten immer seltener geworden. Deshalb will die Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen mit ihrem von der Bingo-Umweltstiftung geförderten Projekt „Schwalben willkommen“ den Glücksbringern hier vor Ort unter die Flügel greifen. „Wir wollen das Wissen über Schwalben verbessern, auf ihre Gefährdung hinweisen und den Bestand ganz konkret sichern“, erläuterte Marianne Steinkamp vom Nabu.

Geplant ist deshalb eine Erfassung der streng unter Naturschutz stehenden Schwalben und ihrer Nester. „Hier kann jeder Interessierte mithelfen“, appellierte Steinkamp an die Wildeshauser und Dötlinger. Erfassungsbögen und Kunstnester gibt es beim Nabu. Weitere Infos erteilen Steinkamp (Telefon 04433/ 969 98 56, E-Mail: mail@ms-nordbild.de) oder Pohl (Telefon 04431/5882, E-Mail: wpohl.nabu@gmx.de).

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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