Moorbek/Dötlingen - Lange ist es her: Von 1965 bis 1979 förderte das Energieunternehmen Exxon Mobil auf der Bohrung Dötlingen T1 Erdgas. Die Bohrung befindet sich – trotz des anderslautenden Namens – in der Gemeinde Großenkneten und zwar in Moorbek. Der Erdgasförderplatz, südlich der Ortschaft Moorbek und westlich der Kreisstraße 242, ist seit kurzem wieder ein Thema. Exxon Mobil plant, spätestens ab 2021 die rund 2700 Meter tiefe Erdgasbohrung Dötlingen T1 für das Wiedereinbringen von Lagerstättenwasser aus der laufenden Erdgasförderung zu nutzen.

Jetzt sind auf dem Gelände wieder Arbeiten zu beobachten. In diesen Tagen wird das Bohrloch gereinigt. Dabei nimmt das Energieunternehmen auch weitere Testarbeiten zur Bewertung der Bohrung durch. „Dazu führen unsere Fachleute aus der Untertage-Abteilung ein Stahlrohr, das auf einer Trommel aufgewickelt ist, mit Hilfe speziellen Equipments in die Bohrung ein“, erläuterte Benedikt Gerhartz, Leiter der Exxon-Mobil-Untertage-Wartungsabteilung.

Vor Ort informierte sich Thorsten Schmidtke, Bürgermeister der Gemeinde Großenkneten, bei einem Besuch über die Arbeiten. Er begrüßte, „dass die vor zwei Monaten in einer Informationsveranstaltung begonnene ausführliche Kommunikation über diese Bohrung fortgesetzt wird.“ Er zeigte nach Exxon-Angaben Verständnis dafür, dass für fundierte Antragsunterlagen für die Nachnutzung aktuelle Daten notwendig seien, die bei den Reinigungs- und Testarbeiten gewonnen werden könnten.

Aus technischen Gründen ist es während der Arbeiten notwendig, jeweils für kurze Zeit anfallendes Gas über eine Fackel zu leiten und zu verbrennen. Es sei möglich, dass es dabei im näheren Umfeld des Erdgasförderplatzes zu einem erhöhten Geräuschpegel komme, so Exxon.

Die vorbereitenden Arbeiten sind mit dem Aufbau des technischen Equipments gestartet. Der Abbau ist für das Ende der kommenden Kalenderwoche vorgesehen. Alle geplanten Arbeiten seien dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) frühzeitig angezeigt worden, betont der Konzern. Er bittet die Anlieger um Verständnis für die Notwendigkeit der Arbeiten.

Mi dem Plan zum Wiedereinbringen des Lagerstättenwassers in die Moorbeker Bohrung setzt Exxon neue gesetzliche Vorgaben um. Das Unternehmen hatte am 13. Juni bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung über Zweck, technisches Konzept und Zeitplan des Projektes informiert.