NEERSTEDT - Die Idee hatte der ehemalige Dötlinger Gemeindedirektor Heiner Wendt schon Mitte der achtziger Jahre. Kabel und Leitungen seien damals bereits gelegt worden, aber der Rat konnte sich seinerzeit nicht dafür erwärmen, das Geld für einen Brunnen auf dem Rathausvorplatz fließen zu lassen. Jetzt steht ein Sandsteinbrunnen mit drei Säulen vorm Rathaus, und zwar zum Nulltarif für die Gemeinde. Die ExxonMobil-Production, Betreiberin des Dötlinger Erdgaspeichers und Hauptgewerbesteuerzahler, spendierte das Kunstwerk zur Feier des ausgebauten Rathauses. Norbert Stahlhut und Michael Kurth (beide Exxon) enthüllten das Werk mit Bürgermeister Heino Pauka und Bildhauer Wolfgang Stuckenberg.

Angela Pauka hatte ihren Mann erinnert, dass sich diese seinerzeit ausgesparte Fläche vorm Rathaus für ein Wasserspiel anbiete. Im Gespräch mit Exxon zeigte sich der Konzern rasch bereit, das Projekt finanziell zu übernehmen. Wie hoch die großzügige Spende ausgefallen ist, verriet Stahlhut nicht. Von Birgit Paul vom Erdgaspeicher kam dann der entscheidende Tipp. Sie wies Pauka auf den Oldenburger Bildhauer Wolfgang Stuckenberg hin. Pauka besuchte ihn und war überzeugt: „Das passt.“

Stuckenberg, der zweimal an der Gartenkultour teilgenommen hatte, setzte als Material auf Buntsandstein aus dem Weserbergland (Oberkirchener Sandstein). Das sei klassisches Brunnenmaterial, seit dem Mittelalter, und passe gut in die Region (und zum Erdgaspeicher).

Stuckenberg fertigte drei Stelen, zwischen 1,15 bis 1,55 Meter hoch, an denen pro Stunde jeweils 1600 Liter Wasser aus einem Kreislauf entlanglaufen. Der ruhige Lauf war dem freischaffenden Bildhauer wichtig. Die „Willkürlichkeit des Bruches des Sandsteins“ mache die Arbeit einzigartig. Teilweise hat er das Material aber auch „kompromisslos herausgeschliffen“. Die reine Handarbeit, im Februar in Angriff genommen, gefiel Pauka sehr gut. Kurth und Stahlhut sahen das Werk direkt nach der Enthüllung zum ersten Mal und äußerten sich auch sehr zufrieden. „Von einem Zeichen, dass die super kooperative Zusammenarbeit auch in Zukunft so weitergeht“, sprach Kurth. Auf einer Platte auf einem Fuß des Wasserspiels steht: „Vielen Dank für viele Jahre nachhaltiger und vertrauensvoller Nachbarschaft – ExxonMobil-Production“.

Heiner Wendt, der Ideengeber, war übrigens sichtlich zufrieden mit dem Wasserspiel. „Gefällt mir“, sagte er.