Dötlingen - „Hier sind ja fast mehr Weltmeister, Europameister und Olympiasieger versammelt als in Rio de Janeiro bei den Olympischen Spielen“, freute sich Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille über das prominent besetzte Fahrerfeld der Tour der Hoffnung, welches am Donnerstagnachmittag in der Dötlinger Turnhalle am Kindergarten Halt machte.
Dabei wollen die prominenten Sportler sowie weitere Mitfahrer, insgesamt rund 180 Männer und Frauen, auf die schwächsten Glieder der Gesellschaft aufmerksam machen – Kinder. „Für viele Bürger hier ist die Tour der Hoffnung Neuland. Wir wollen die Menschen in der Region mit der Botschaft der Tour der Hoffnung erreichen“, erklärt Petra Behle im Gespräch mit der NWZ. Die Olympiasiegerin und neunfache Weltmeisterin im Biathlon ist seit 2001 Schirmherrin der Aktion.
Und die Botschaft der Fahrradtour ist so wichtig wie einfach: „Wir sammeln Spenden, um die Krebsforschung zu unterstützen, aber auch um die pflegerische und psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder zu verbessern“, erklärt Organisator Gerhard Becker das Ziel der Benefiztour.
Bürgermeister Spille freute sich über die große Spendenbereitschaft in der Gemeinde Dötlingen. Er übergab den Spendenscheck der Gemeinde in Höhe von 3670 Euro an Behle und erntete dafür vom Fahrerfeld tosenden Applaus.
Nass aber glücklich kamen die Radler der Tour am Donnerstagnachmittag in Dötlingen an. Der Stimmung tat der Regen während der Fahrt vom Start in Cloppenburg in den Landkreis Oldenburg keinen Abbruch. „Das Wetter ist natürlich eher suboptimal. Aber es ist auch nicht schlimm, wenn man sich für die gute Sache auch ein wenig quälen muss“, gab eine Teilnehmerin schmunzelnd zu. Bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Mitfahrer in der Turnhalle am Karkbäk stärken. Musikalisch wurden sie vom Musiker Michael Heck unterhalten, der bei seinem Song „Atlantis“ vom Dötlinger Nachwuchs unterstützt wurde.
Für einen weiteren Höhepunkt, vor allem bei den kleinen Gästen, sorgte der Fallschirmabsprung des ehemaligen Reck-Weltmeisters Eberhard Gienger und des mehrfachen Weltmeisters im Fallschirmspringen, Klaus Renz, auf dem Gelände neben der Turnhalle.
Nach dem Stopp in Dötlingen schwangen sich die Radler wieder in den Sattel – mit Tagesziel Bremen. Von dort aus geht es an diesem Freitag weiter bis nach Jever. Die Tour der Hoffnung endet am Sonnabend, 13. August, mit einem Fest im Garten der Kinderklinik Oldenburg.
Gespendet werden kann weiterhin, Informationen:
