Dornum/Nesse - Ein Spielplatz mit lehrreichen Spielgeräten für Kinder, womit sie sich austoben können. Das ist das Ziel der Gemeinde Dornum für ihre 17 Spielplätze im Gebiet und so auch für den Spielplatz in Nesse. In der Siedlung an der Eichen- und Eschenstraße, geschützt und umgeben von Häusern, liegt das kleine Spielparadies.
Damit für alle Altersgruppen etwas Spannendes angeboten wird, hat sich die Gemeinde etwas überlegt. Sie ist dem Wunsch und der Anregung einer Anwohnerin in einer vorherigen Ratssitzung nach Spielgeräten für die kleineren Kinder nachgekommen. Hier kommen die Auszubildenden Sonnele Martin und Jannik Siebelts ins Spiel: Die beiden angehenden Verwaltungsfachangestellten der Gemeinde Dornum wurden mit der Aufgabe betraut, sich um neue Spielgeräte zu kümmern. Ihr Azubi-Projekt haben sie nun verwirklicht. Und das kann sich sehen lassen: Eine Motorikschleife, eine Sandmühle und ein Bagger erweitern den Spielplatz mit Spielhäuschen, Schaukel und Wippe und laden zum Spielen ein. Mit dem Budget von 10 000 Euro seien die Azubis gut ausgekommen. Ende November ist das Projekt gestartet. Dornums Bürgermeister Michael Hook sagt zur Idee: „Es ist schwierig, wenn Erwachsene entscheiden, was Kinder wollen“. Deshalb ging es für die Azubis in den vergangenen Monaten darum, Familien und Kinder ins Boot – genauer auf den Spielplatz – zu holen.
„Wir haben uns Kataloge mit Spielgeräten für kleinere Kinder angeschaut“, sagt Sonnele Martin, der die Aufgabe wie Jannik Siebelts sichtlich Spaß gemacht hat. Sie haben den Spielplatz begutachtet, in einer Vorauswahl sieben Spielgeräte ausgesucht und einen Fragebogen mit Bildern für den AWO-Kindergarten in Nesse erstellt. Diese haben Kinder und Eltern mitgemacht. Bevor die einwöchige Umfrage startete, erkundigten sich die Azubis im Kindergarten, welche Spielgeräte gut bei Kindern ankommen. Der Bagger war von Anfang an Favorit der Azubis. „Alles mit Sand läuft am besten“, sagt Jannik Siebelts. Das habe eine Erzieherin bestätigt. Mit der Umfrage haben sie herausgefunden, was sowohl vom Spaßfaktor als auch pädagogisch vom Lerneffekt her am besten für den Nachwuchs geeignet ist. Die drei Spielgeräte haben am meisten Stimmen bekommen. Anschaffung und Bestellzeiten hätten sich allerdings Corona-bedingt verzögert. Auch witterungsbedingt sei es vergangene Woche erst möglich gewesen, die Spielgeräte aufzustellen. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben sich um die Arbeiten gekümmert. Das geschulte Personal prüft ohnehin einmal im Jahr die Geräte auf den Spielplätzen auf Sicherheit.
Laut Bauamtsleiter Udo Janssen ist diese Erweiterung gut gelungen. Auch Michael Hook ist froh und schätzt die Lage des Spielplatzes, denn umgeben von Häusern „haben Eltern einen Blick auf die Kinder“. Udo Janssen weist darauf hin, dass zwischen den einzelnen Spielgeräten aufgrund von Sicherheitsstandards und Unfallverhütung ausreichend Platz vorhanden ist.
