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Aktualisiert vor 14 Minuten.

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Fünf Verletzte nach Zusammenstoß in Kreuzung

NWZonline.de Region

Dreimastbark „Gorch Fock“ wieder auf Kurs

31.08.2012

Elsfleth Die aufmerksamen Zuschauer an der Elsflether Kaje registrieren jede noch so kleine Bewegung der „Gorch Fock“, als die Schlepper „Blumenthal“ und „Stier“ längsseits gehen. Als ein Kran die Gangway beiseite hievt, die das Segelschulschiff der Bundesmarine noch mit dem Reparaturkai der Elsflether Werft verbunden hat, und schließlich die Tampen von den Festmachern gelöst werden, driftet der Segler betulich ins Fahrwasser der Hunte. „Jetzt ist sie frei“, merkt ein Zuschauer aufgeregt an.

Das stimmt nur begrenzt. Denn die „Gorch Fock“ hängt an Trossen der beiden Bremer Schlepper, die den weißen Segler behutsam in Fahrt bringen. Während „Blumenthal“ die Dreimastbark am Heck zieht, assistiert „Stier“ am Bug und hält das Schiff auf Kurs. Der Schleppverband mit der schnittigen „Gorch Fock“ in der Mitte, mit ihrem Heck vorweg, zieht die Blicke der wenigen Schaulustigen an, die das Ablegen mitverfolgen. Als der Rahsegler das Panorama-Café passiert, winken einige Gäste zu den Matrosen hinüber, die die Grüße erwidern.

Gegen 13.45 Uhr bugsieren „Blumenthal“ und „Stier“ die „Gorch Fock“ durch das Huntesperrwerk und weiter auf der Weser bis Blexen Reede. Von dort aus setzte die Bark den Törn nach Wilhelmshaven zur Endausrüstung fort. Ende September soll der Segler seinen Heimathafen Kiel anlaufen. Ab Anfang 2013 wird wieder ausgebildet.

Seit Mitte Januar war das 1958 vom Stapel gelaufene Traditionsschiff auf der Bredo-Werft in Bremerhaven von Mitarbeitern der Elsflether und der Bredo-Werft wieder instand gesetzt worden. Die Reparaturkosten belaufen sich nach neusten Schätzungen auf knapp unter zehn Millionen Euro. Damit sind sie doppelt so teuer als geplant. Grund waren unerwartete Schäden an der Außenwand am Rumpf. Diese war an vielen Stellen rostig und musste ausgetauscht werden.

Vor der „Gorch Fock“ hatte das Wohnschiff „Wische“ bereits die Elsflether Werft mit Schlepperhilfe verlassen. Ein dreimaliges lautes Hupen wirkte wie ein Abschiedsgruß.


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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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