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NWZonline.de Region

Schüler schreiben für Durchblick: Bauern kritisieren Dünge-Verordnung

09.07.2021

Ahlhorn Die gesamten Kosten für neue Ausbringungsgeräte und die passende Lagerung von Wirtschaftsdünger belaufen sich in Niedersachsen auf 370 Millionen Euro. Diese Zahl nennt der Deutsche Bauernverband, sie beziffere allein die einmaligen Kosten, um die neue Dünge-Verordnung zu erfüllen.

Rote Gebiete

Der Landwirt Holger Hayen aus der Gemeinde Hatten im Landkreis Oldenburg gibt eigenen Angaben zufolge etwa 3000 Euro pro Jahr für Berater wie den Maschinenring aus. Und sein Betrieb liegt noch nicht einmal in einem sogenannten roten Gebiet. Diese Flächen weisen die Bundesländer aus, um Gewässer vor Verunreinigungen durch Nitrat oder Phosphat zu schützen. Nach einer Neuordnung machen die roten Gebiete rund 30 Prozent der Fläche Niedersachsens aus, zuvor waren es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums rund 39 Prozent.

Zwei Drittel der von Landwirt Fred Arkensen aus Wunstorf bei Hannover bewirtschafteten Fläche liegen in einem solchen roten Gebiet. Dies bedeute für ihn einen Ertragsverlust um zehn Prozent.

Die Landwirte leiden also unter der Dünge-Verordnung. Nun kann man anführen, dass sie der Hauptverursacher des erhöhten Nitratgehaltes im Grundwasser sind, was auch stimmt. Aber zum einen sind auch andere für den erhöhten Nitratgehalt verantwortlich, wie beispielsweise Privathaushalte, die unbegrenzt düngen dürfen oder Klärwerke, die bei Starkregen Wasser ablassen müssen. Und was sollen die Landwirte zum anderen tun, wenn sie nun den Nährstoffanfall durch Biogasanlagen oder große Ställe haben? Liegt es nicht eher an den Verbrauchern, umzudenken für Fleisch, Milch und Eier mehr zu bezahlen? Und liegt es nicht auch an der Regierung, den Landwirten Lösungsvorschläge aufzuzeigen?

Ändern statt aufregen

Meiner Meinung nach Ja. All dies muss passieren, damit Landwirtschaft in Deutschland, in Niedersachsen, im Oldenburger Raum eine Zukunft haben kann. Mögliche Ansätze könnten sein: Ein staatlich organisierter Nährstofftransport von den Veredelungsregionen im Norden in die Zuchtregionen im Süden. Hierbei könnten Kosten durch die Trocknung der Gülle gespart werden. Oder eine Abwrackprämie für Biogasanlagen oder große Ställe, um den Nährstoffanfall zu reduzieren. Man sollte eher versuchen, den Landwirten durch solche Maßnahme oder durch den Einkauf bei regionalen Erzeugern zu helfen, anstatt sich immer nur über sie aufzuregen.

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