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NWZonline.de Region

Atypische Beschäftigung immer normaler

22.05.2017

Region Ganz so lange gibt es die atypische Beschäftigung in Deutschland noch gar nicht – erst seit rund 45 Jahren ist diese Form der Beschäftigung in Westdeutschland und damit auch im Landkreis Cloppenburg etabliert.

Dennoch scheint der Anteil an dieser Beschäftigung stetig zu steigen. Wie hoch ist er zur Zeit? Und in welchen Landkreisen in der Region ist er besonders hoch? Die atypische Beschäftigung im Landkreis Cloppenburg betrug im Jahr 2014 insgesamt 39,7 Prozent. Dieses ist im Vergleich zu anderen Regionen einer der niedrigsten Werte. Nur der Landkreis Vechta und das Emsland haben noch niedrigere Werte. In beispielsweise den Landkreisen Oldenburg, Osnabrück und Leer betragen die Zahlen für die atypische Beschäftigung mindestens 43 Prozent.

An starken Zuwachs hat in den vergangen Jahren die Arbeitnehmerüberlassung gewonnen. Diese Form der atypischen Beschäftigung ist besonders verbreitet bei Zuwanderern aus Osteuropa, die im Zuge der neuen Freizügigkeit der EU nach Deutschland und auch besonders in die Region kamen.

Die Wirtschaftskrise aus 2009 macht sich auch im Jahr 2015 noch bemerkbar. So waren viele Unternehmen, auch aus der Region, gezwungen, Leiharbeitnehmer einzustellen. Besonders verbreitet ist die Arbeitnehmerüberlassung in den Branchen der Nahrungsmittelverarbeitungsindustrie, der Land- und Forstwirtschaft und dem Dienstleistungsgewerbe. Fast die Hälfte aller Leiharbeitnehmer ist im verarbeitenden Gewerbe tätig.

Dabei war der Anteil der Männer mit circa 18,2 Prozent um 15,6 Prozent höher als der der Frauen. Diese brachten es auf gerade einmal 2,6 Prozent. Die Zahlen, die die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung veröffentlichte, stammen aus Angaben der Bundesagentur für Arbeit und wurden zum Teil durch eigene Berechnungen ermittelt.

Diese schildern aber auch, dass der geringe Anteil der Frauen in der Leiharbeit durch die Teilzeitarbeit relativiert wird. Diese beträgt fast 50,3 Prozent der atypischen Beschäftigung bei Frauen. Männer arbeiten hingegen nur zu 20,9 Prozent in Teilzeit.

Zahlen für die gesamte Republik unterstreichen aber auch, dass sich das expansive Wachstum der Leiharbeitszahlen fortsetzen wird. Wie sich die Entwicklung auf die Region und ihre Konjunktur auswirken wird, bleibt jedoch abzuwarten.

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