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NWZonline.de Region

Aus der Garage auf die Superjacht

08.07.2016

Ganderkesee Eine kleine deutsche Auslegung des „American Dream“ – Am 1. Juli 1998 gründete Reinhard Nau die Nau Steuerungstechnik GmbH (damals noch eine „GbR“). Mit dem Büro zuhause und der Werkstatt in der Garage startete er mit Sonderanfertigungen und Automatisierungen für beispielsweise Bohrinseln. Von der Konstruktion über die Produktion bis hin zur Auslieferung und zum Einbau kam alles aus eigener Hand.

So wuchs das Unternehmen: Die Servicetouren reichten bis 2001 schon über den Norden Europas bis hin in die USA und zu den Partnern gehörten bald namhafte Werften, Reedereien und Privatkunden. Parallel wurde an der ersten Jacht auf einer holländischen Werft gearbeitet und Nau somit in die Marktlücke geworfen, für die das Unternehmen heute in seinen Kreisen bekannt ist: individuelle Steuerungstechniken und besondere Jachtausrüstung, wozu gerade Türsysteme zählen. Aus der Garage wuchs das Unternehmen erst in eine alte Schmiede in Bookholzberg und 2003 schließlich in seinen heutigen Standort im Gewerbegebiet an der Westtangente in Ganderkesee und arbeitet nicht nur für Kunden wie Aida Cruises, Carnival Cruise Line oder Royal Carribean Cruise Lines, sondern bedient auch die Eigner der mitunter größten Privatjachten der Welt. Auch wenn Nau auf Nachfragen nach der alltäglichen Atmosphäre gelassen reagierte, sei es doch ein besonders anspruchsvolles Klientel mit hohen qualitativen Anforderungen und besonderem Zeitdruck ein fester Bestandteil des Alltages.

Vor dem globalisierten Weltmarkt schreckt jedoch keiner zurück. „Die Firma ist seit Jahren mit dem europäischen Gedanken erfolgreich am Markt“, sagte Nau im Interview, und die Marke „Made in Germany“ sei trotz des Drucks durch den wachsenden asiatischen Markt starkes Merkmal des ehemaligen „Ein-Mann-Unternehmens“ – heute wohl ein typisches Beispiel für ein modernes Start-up.

Nach dem KfW-Gründungsmonitor gingen im Jahr 2014 rund 915 000 Menschen in die Selbstständigkeit; ein Großteil davon findet sich in der IT-Branche wieder. Aber warum springen Menschen überhaupt in die berufliche Selbstständigkeit? Für Nau hätten die Gründe klar in eigener Unabhängigkeit und der Möglichkeit, eigene Gedanken und Konzepte umsetzen zu können, gelegen. Damit spiegelt sich auch hier nach diversen Umfragen ein besonderer Ansporn für berufliche Selbstständigkeit wider. Die großen Konzerne seien hier zu statisch.

Zudem seien die Selbstgestaltung der Arbeitszeit und die Perspektive auf eine freiere und lockerere Arbeitsatmosphäre ein motivierender Punkt, so Nau. „Das Bestreben besonders gut und einzigartig zu sein, gibt auch Ansporn weiter zu machen“, sagt Nau, der nebenbei auch immer auf der Suche nach neuen, einzigartigen Entwicklungen und flexiblen Ingenieuren, Monteuren und Technikern ist.

Man müsse in seinen Job hineinwachsen, mit Herzblut dabei sein und auf jeden Fall auch Mut zum Risiko haben. Daraus entstünden weltweit einzigartige Produkte für diesen extravaganten Markt – eine luxuriöse Welt, in der für die Kunden alles möglich erscheint.

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