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NWZonline.de Region

Mit Bitcoins auch ohne Konto handeln können

22.05.2018

Berlin Der derzeit stark schwankende Wechselkurs des Bitcoins scheint den warnenden Stimmen unter den Finanzexperten recht zu geben. Gern übersehen werden in dieser Diskussion die Vorteile, welche die Kryptowährung gerade Entwicklungsländern bieten kann. Als globales Zahlungssystem kann Bitcoin den Wohlstand in diesen Ländern fördern, indem auch Menschen ohne Bankkonto stärker ins Wirtschaftsgeschehen eingebunden werden. Denn gerade in den Entwicklungsländern gibt es viele Menschen, die über kein Bankkonto verfügen.

Nach einer Studie von Global Findex aus dem Jahr 2014 gehören schätzungsweise zwei Milliarden Menschen zu der Gruppe der sogenannten „unbanked people“, was 38 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung entspricht. Diese Menschen verfügen meist nicht über einen formellen Vermögens- oder sogar Identitätsnachweis. Ohne diese Nachweise können keine Bankkonten eingerichtet, kann die Kreditwürdigkeit nicht geprüft und auch kein Kredit vergeben werden. Damit fehlt den Armen der Welt die Grundlage für die Teilnahme am globalen Wirtschaftssystem. Aber gerade hier kann die Währung Bitcoin einem Großteil der Menschen in den Entwicklungsländern die Möglichkeit geben, am internationalen Waren- und Güterverkehr teilzunehmen.

Denn Bitcoin-Zahlungen erfordern kein Bankkonto, sondern nur einen Internet-Zugang. Dieses Potenzial haben inzwischen auch Dienstleister wie der Berliner Start-up „Bitwala“erkannt. Sie bieten Kunden in wirtschaftlich schwachen Regionen ohne herkömmliche Bankkonten an, durch Auslandsüberweisungen am internationalen Marktgeschehen teilzunehmen.

Der Empfänger der Überweisung bekommt von diesen Bitcoins quasi nichts mit, da Bitcoin hier ausschließlich als eine Art effizienter Übermittler genutzt wird. Es bleibt abzuwarten, ob in den ärmeren Regionen Afrikas und Asiens die Potenziale von Bitcoin erkannt und die Kritiker der Kryptowährung eines Besseren belehrt werden.

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