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NWZonline.de Region

Brot und Butterkuchen als Botschafter

15.07.2016

Ganderkesee Es ist Mitternacht. Für die meisten Menschen die Zeit, in der sie sich von ihrem oftmals anstrengenden Arbeitsalltag zu erholen. Für andere aber bedeutet Mitternacht, aufzustehen und sich an die Arbeit zu machen – so wie bei der Bäckerei Tönjes in Ganderkesee. Mehr als 220 Mitarbeiter, darunter 45 Auszubildende, machen sich nun auf den Weg, um erneut bis zu 10 000 Kunden zu versorgen – und das täglich.

Das im April 1900 vom Bäckermeister Heinrich Tönjes gegründete Unternehmen fing dabei natürlich viel kleiner an. Ursprünglich handelte es sich nämlich nur um eine von ihm allein geleitete Backstube an der Langen Straße in Ganderkesee, welche als neue Abteilung seines „Kolonialwarengeschäfts” zusätzliche Kunden anlocken sollte. Die Nachfrage nach den neu angebotenen Waren war jedoch so groß, dass kurz darauf der erste richtige Dampfbackofen angeschafft werden konnte. Eins führte zum anderen und heute zeigt Tönjes durch die Eröffnung von immer wieder neuen Filialen und die Errichtung einer viertausend Quadratmeter großen neuen Backstube in Ganderkesee-Bookhorn, wie erfolgreich es mit der Zeit geworden ist. Aber was steckt dahinter?

Ralph Schlüter, Verkaufsleiter bei Tönjes, hat Auskunft über das Unternehmen und deren Verkaufsstrategien gegeben, auch zu Themen wie zum Beispiel dem Weihnachtsgeschäft: „Das Weihnachtsgeschäft beeinflusst das Kaufverhalten der Kunden stark,” erklärt er, „da die Kunden in dieser Zeit des Jahres mehr Gebäck und Klaben konsumieren. Außerdem kaufen sie mehr als sonst, um sich einen Vorrat für die bevorstehenden Feiertage anzusammeln.“ Darüber hinaus erklärte Schlüter, wie Tönjes es schaffe, bei der Konkurrenz durch andere Unternehmen erfolgreich zu bleiben: „Wir müssen uns immer wieder neue Produkte einfallen lassen, um uns von den Mitbewerbern zu unterscheiden.“ Innovation ist bei Tönjes also ein wichtiger Aspekt, um auf dem Markt zu bestehen, da so neue Zielgruppen erschlossen werden können.

Aber auch Altbewährtes kommt bei den Kunden weiterhin gut an: Im Juni 2015 erhielt die Firma Tönjes nun bereits zum dritten Mal nach 2012 und 2014 für ihren Butterkuchen den Titel „Kulinarischer Botschafter Niedersachsen”. „Wir haben über unsere Verkaufsschlager nachgedacht. Wenn die Kunden überzeugt sind, sollte es der Jury auch schmecken“, sagte Sabine Tönjes aus der Geschäftsführung des Unternehmens in einem NWZ -Interview.

Tönjes ist also ein auf Backwaren spezialisiertes Unternehmen, welches sich auf diesem hart umkämpften Markt aufgrund seiner verfolgten Unternehmensstrategie keineswegs zu verstecken braucht. Einerseits erschließen die Innovationen neue Verkaufsnischen auf dem Markt, andererseits sorgen die traditionellen Backwaren dafür, dass der Umsatz stimmt.

Aber natürlich bleibt immer die Frage offen, was die Zukunft bereithält. Auch dazu weiß Ralph Schlüter eine Antwort: „Wir werden weiterhin expandieren, wenn sich eine gute Möglichkeit anbietet, zum Beispiel ein günstiges, gut gelegenes Grundstück.“

Wir können also davon ausgehen, dass Tönjes auch in den kommenden Jahren seinen Erfolg steigern kann.

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