Cloppenburg - Das erklärte Ziel der Großen Koalition, aus CDU/CSU und SPD, ist das heutige Rentenniveau von 48 Prozent des Bruttolohns zu halten und dafür zu sorgen, dass Beitragssätze von 20 Prozent nicht überstiegen werden. Die Union bleibt somit ihrem alten Konzept treu und gründete eine Rentenkommission, die bis 2020 neue Fortschritte erbringen soll.

Annegret Kramp-Karrenbauer, die neue CDU-Vorsitzende, hat nach einer Versammlung der Parteispitze in Potsdam angekündigt, dass ihre Partei sich für eine Grundrente stark machen will – besonders im Hinblick auf die Bürger der neuen Bundesländer.

Oppositionsparteien, wie die Grüne und Linke, wollen durch eine Erhöhung des Rentenniveaus die Altersarmut bekämpfen. Die AfD plant ein Aufschlag für Versicherte, um eine Rente oberhalb der Grundsicherung zu garantieren. Die FDP wiederum setzt sich für die Flexibilisierung des Rentenalters ein, sodass jeder ab 60 Jahren mit gewissen Abschlägen in Ruhestand gehen kann. Aufgrund der Baby-Boomer-Generation und des voranschreitenden demografischen Wandels schätzen Experten der Deutschen Rentenversicherung, dass sich das heutige Rentensystem nur noch weitere sechs Jahre hält. Um ein ähnliches Rentenniveau aufrecht zu erhalten, muss der Staat Steuern oder Rentenbeiträge erhöhen.

Einen ersten Schritt hat bereits der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil getan. Er möchte mit seinem Rentenpaket die Sicherheit und Gerechtigkeit für alle Generationen gewährleisten. Insgesamt würde das Paket mindestens 32 Milliarden Euro kosten.