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NWZonline.de Region

Schüler schreiben für Durchblick: Neue Seidenstraße erreicht den Nordwesten

08.06.2021

Wilhelmshaven Chinesische Staatsunternehmen wollen sich mit einem 50-Millionen-Euro-Auftrag nicht nur an den Baggerarbeiten im Fahrwasser der Elbe zwischen Cuxhaven und dem Hamburger Hafen beteiligen, sondern auch in Niedersachsen mit breit angelegten, infrastrukturellen Bauvorhaben Fuß fassen: Das staatlich gesteuerte, gigantische Infrastrukturprojekt der Neuen Seidenstraße ist mittlerweile im Nordwesten Deutschlands angekommen. Der Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ist der einzige Container-Tiefwasserhafen in Deutschland und strebt eine Anbindung an die Belt and Road Initiative an.

Logistikzentrum geplant

Im Zuge dessen kooperiert der Jade-Weser-Port seit Anfang 2020 mit dem chinesischen Logistikunternehmen China Logistics Co. Ltd., und zwar in Form eines Erbbaurechtsvertrags zur Bebauung einer 20 Hektar großen Fläche in Hafennähe. Auf dieser Fläche soll noch in diesem Jahr das Logistikzentrum China Logistics-Wilhelmshaven Hub entstehen.

Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer ist von dem Potenzial der Kooperation zwischen dem Jade-Weser-Port und China Logistics schon seit Längerem überzeugt: „Der Tiefwasserhafen und der Standort Niedersachsen gewinnen damit an internationaler Bedeutung. Die Ansiedlung von China Logistics wird eine Signalwirkung für weitere Ansiedlungen haben.“

Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Container Terminal Wilhelmshaven Jade Weser Port-Marketing (JWPM) GmbH & Co. KG, verantwortet das Ansiedlungsmanagement, den Flächenbetrieb und die Vermarktung des Jade-Weser-Ports. Im Gespräch macht er deutlich, dass die Ansiedlung des chinesischen Logistikunternehmens und der Bau des Logistikzentrums mittelfristig das Potenzial habe, in Chinas One Belt One Road Initiative – also dem Seidenstraßenprojekt – eine Rolle zu spielen.

Globale Vernetzung

Nach Bullwinkels Einschätzung könne der Jade-Weser-Port als Eingangs- und Ausgangshafen sowie das Güterverkehrszentrum, aber auch die gesamte Region von den Entwicklungen der Neuen Seidenstraße profitieren. „Mit der direkten Anbindung an die Belt and Road Initiative würden sich für den Hafen, wie auch für das angeschlossene Güterverkehrszentrum, erhebliche Volumensteigerungen erzielen lassen“, so Bullwinkel. Zudem biete das Projekt Chancen für den Anschluss an neue Märkte und die globale Vernetzung des Hafens. Negative Einflüsse auf regionaler Ebene könne er nicht erkennen, zumal China in anderen europäischen Seehäfen wie Antwerpen, Rotterdam, Zeebrügge, Le Havre und London teilweise bereits seit mehr als 20 Jahren als verlässlicher und gern gesehener Partner aktiv sei und es bisher keinerlei Komplikationen gegeben habe. Das einzig erkennbare Risiko sei es, nicht Teil des „gigantischen Ladungsstroms“, den die Neue Seidenstraße verspricht, zu werden, da so die Umschlagsentwicklungen weiterhin nur eine zögerliche Entwicklung nehmen.

Politischer Wille

Entscheidend für die Entwicklung des OBOR-Projektes sei laut Bullwinkel auch der Faktor Politik. Ohne den Willen politischer Entscheider, sowohl auf deutscher, als auch auf chinesischer Seite, könne es keine positive Entwicklung hinsichtlich des Projektes geben. Die Abhängigkeit der Unternehmen von der Unterstützung der politischen Führung sei in China noch deutlich ausgeprägter als in Deutschland.

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