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NWZonline.de Region

Schüler schreiben für Durchblick: Zukunft der Autoindustrie oder Auslaufmodell?

09.06.2021

Delmenhorst Deutsche PKW-Hersteller wie VW oder Daimler setzen vermehrt auf Elektroautos. Doch ist das sinnvoll?

Laut Dieter Teufel vom Umwelt- und Prognose-Institut (UPI) sind Elektroautos nicht so umweltschonend, wie von vielen angenommen. Die Rohstoffe der Akkus sind kompliziert zu gewinnen und wiederzuverwenden. Das Fachportal Clean Technica schreibt dazu, dass die Akkus meist in Asien gebaut werden. Dies ist nicht förderlich für die heimische Wirtschaft und erzeugt lange Transportwege.

Das einzige Werk für Akkus von VW, das in Salzgitter geplant ist, dürfte wegfallende Stellen in der Produktion nicht auffangen. Laut einer Studie des Fraunhofer Instituts soll der Personalbedarf bei E-Autos 40 Prozent geringer als beim Verbrenner sein.

Prämie für Autokäufer

CSU-Chef Markus Söder plädierte vor einem Autogipfel im Sommer 2020 für eine neue Kaufprämie, die auch CO2-sparende Verbrenner einschließt. Davon würden auch regionale Autohersteller wie Daimler oder VW profitieren. Söder betonte, dass der Umstieg auf ein CO2-sparendes Auto belohnt werden sollte. „Eine Kaufprämie für saubere Verbrenner darf dabei kein Tabu sein, […] [sondern dient der] Wettbewerbsfähigkeit und dem Erhalt von Arbeitsplätzen“, heißt es in dem Entwurf der CSU. Dass diese Prämie noch nicht näher ins Visier genommen wurde, liegt auch daran, dass andere Branchen angesichts des Einbruchs in der Corona-Krise ebenfalls Hilfe bräuchten und somit der Fokus nicht nur auf der Autoindustrie liegen kann. Dazu wird Söder folgendermaßen zitiert: „Auto ist nicht alles. Aber an Auto hängt mehr als man glaubt.“

Alternative Wasserstoff

Es gibt ein paar wirtschaftliche Aspekte, die für Wasserstoff als Alternative sprechen. So wird für Wasserstoff-Fahrzeuge eine Tankstelle benötigt, Elektroautos hingegen kann man besonders für kurze Strecken zu Hause laden. Es mag banal klingen, aber allein der Wegfall von Arbeitsplätzen an den Tankstellen wäre für die Region verheerend.

Ein weiterer Aspekt ist, dass Arbeitsplätze in der Herstellung von Wasserstoff auch in Deutschland geschaffen werden können. Der Grund dafür ist, dass die Produktion von Wasserstoff eine geringe Standortbindung hat.

Lithium hingegen, welches für Fahrzeug-Akkus in Massen gebraucht wird, ist stark standortgebunden. Die größten Vorkommen sind laut der United States Geological Survey in Südamerika, Australien und Asien. Die Transportwege erhöhen den CO2-Ausstoß.

Laut einem Bericht der industrienahen Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität nutze es den lokalen Arbeitnehmern derzeit mehr, wenn ein Verbrenner gekauft werde, weil dies zum Erhalt von Arbeitsplätzen beitrage.

Wenn die Zeit aber reif ist, ist der Kauf eines Wasserstoffautos aus deutscher Herstellung zu empfehlen. Dies ist erst sinnvoll, wenn die Industrie die Chance wahrnimmt und die notwendige Infrastruktur schafft. Dann wäre die Technik auch für Normalverbraucher nutzbar.

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