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NWZonline.de Region

Gewerbe soll Region stärken

15.07.2016

Ganderkesee Bei der Bebauung von Gewerbegebieten treten eine Vielzahl an Problemen auf. Zum einen ist die Frage zu klären, welche Kriterien die potenziellen Unternehmen erfüllen sollen. Soll jedem Unternehmen sofort zugestimmt werden? Oder sollen bestimmte Anforderungen gestellt werden, wie zum Beispiel beim Gewerbegebiet Ganderkesee-West?

Neben der Planung der In­frastruktur, also wie und wo Anschlüsse und Rückhaltebecken gebaut werden sollen, ist ein wesentlicher Kriterienpunkt die Anzahl der Beschäftigten, welche Arbeit bei einem der potenziellen Unternehmen haben könnten. So ist auf dem größten Teil der circa 28 Hektar Gesamtfläche, von denen rund 22 Hektar bebaut werden können, das Nettologistikzentrum entstanden. Auf dem etwa 13 Hektar großen Gelände mit dem gigantischen Bau arbeiten über 350 Menschen und auch Ausbildungsplätze sind vorhanden. Die Anzahl der Beschäftigten hingegen für den gewünschten Fitnesspark der Firmengruppe ,,Fitness Park“ wäre unter den gestellten Anforderungen gewesen und wurde somit abgelehnt.

Auch eine vor langer Zeit ins Gespräch gebrachte und besonders von jungen Leuten gewünschte mögliche Diskothek wäre wahrscheinlich an diesen Anforderungen gescheitert. Zudem hätte auch diese eine gewisse Fläche an Parkplätzen benötigt und dies wäre eine große „ungenutzte“ Fläche gewesen. Außerdem bevorzugt man sich im Gemeinderat das produzierende Gewerbe und auch regionale Unternehmen am Standort Ganderkesee-West.

Bei der Bebauung eines Gewerbegebietes soll auch auf die Anwohner eingegangen werden, welche meist, verständlicherweise, sowieso nicht begeistert von einem Gewerbegebiet nebenan sind. Der Bau von solchen „Anziehungspunkten“ hätte in der Regel ein noch höheres Verkehrsaufkommen und somit auch eine noch höhere Umwelt- und Lärmbelastung zur Folge. Keiner möchte sicherlich direkt vor seiner Haustür den ganzen Tag über Lkw vorbeifahren hören. Besonders, weil dem Lärm des bisher auftretenden Lieferverkehrs zum Logistikzentrum noch nicht entgegnet wurde.

So wurde erst spät mit dem Bau einer Lärmschutzwand begonnen, die die Gemeinde zugesichert hatte und wofür sie auch Sorgen muss. Hingegen wurde der Ausbau der anliegenden Bundesstraße zur Einmündung des Gewerbegebiets endlich abgeschlossen. Dieser Ausbau hatte eine mehrwöchige Sperrung zur Folge. Anwohner, Zulieferer aber auch Gäste der in Grüppenbühren ansässigen Gastronomen und des Melkhus’ mussten zeitaufwendige Umwege oder Schleichwege fahren, um ans Ziel zu gelangen.

Da dies auch die zweite Sperrung innerhalb von zwei Jahren war, wirft dies die Frage auf, warum man nicht schon bei der Fahrbahnsanierung 2013 den Ausbau gleich mit vollzogen und so einmal weniger die Nerven aller Beteiligten strapaziert hat.

Zudem sind mit dem Projekt auch immense Kosten verbunden, welche sich von Beginn an gesteigert haben.

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