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NWZonline.de Region

In alter und neuer Heimat zählt für ihn Teamgeist

24.05.2017

Cloppenburg Zu Fuß kam er aus dem Irak in der Türkei an. Von dort aus ging es dann mit dem Zug weiter nach Hannover, um ein Visum zu beantragen. Schließlich ging es für Kamal Hakrash nach Cloppenburg, wo er bis heute in einem Flüchtlingsheim lebt (siehe Infobox). Neben seinen Sprachkursen nimmt er am Fußball-Training des SV Bethen teil. Nicht nur, weil es ihm Spaß macht, sondern auch, weil er damit seine Integration weiter fördert.

Bereits im Irak spielte Kamal gerne Fußball. Zunächst vier Jahre lang mit seinen Freunden und schließlich zwei Jahre im Verein. Deswegen entschloss er sich, auch hier die Sportart weiter auszuführen. Seit März 2016 nimmt er aktiv am Training der A-Jugend des SV Bethen teil, spielt seit August des Jahres auch Pflichtspiele für seinen neuen Verein und wird auf vielen Positionen eingesetzt. In die Mannschaft ist er gut aufgenommen worden und unterhält sich auch abseits des Platzes mit seinen Mitspielern. Beim Fußball habe er Spaß, etwas Abwechslung und es heitere ihn immer sehr auf, erzählt er. Er habe gute Mannschaftskollegen gefunden, mit denen er Späße beim Training machen könne, sagt Kamal.

Er bringt sich ein. Der Iraker steht nicht stumm am Spielfeldrand, sondern sucht das Gespräch, unterhält sich gerne sowohl über Fußball, als auch private über Dinge. Der Trainer spricht Deutsch mit ihm. Und auch wenn Kamal ihn nicht immer versteht: Die Übungen versteht er alle. Trotzdem ist der Trainer behilflich: Er erklärt dann unter anderem umgangssprachliche Begriffe wie zum Beispiel Hintermann. Außerdem arbeitet der Trainer viel mit Mimik und Gestik.

Besonders reizen Kamal die autoritäre Führung der Trainingseinheiten, die die Ernsthaftigkeit des Sportes für ihn widerspiegelt und der Zusammenhalt der Mannschaft. Die internen Mannschaftsfeiern gefallen ihm sehr, da sie den Teamgeist stärken und es entsteht eine gelöste Atmosphäre. Auch die Weihnachtsfeier bereitete ihm Freude, da sie für gute Stimmung der Gemeinschaft sorgte.

Kamal Hakrash besitzt den Ehrgeiz, sich beim Training stets zu verbessern und Anweisungen zu folgen. Der Fußball-Sport begeistert den Iraker. Auch hierbei sucht Kamal häufig das Gespräch mit seinen Mitspielern. Ob der 17-Jährige Heimweh hat? „Es hält sich in Grenzen“, sagt er. In Deutschland sei es viel besser als im Irak.

„Der Betreuer ist immer für mich da.“ Er erhält viel Unterstützung, die Menschen seien sehr nett zu ihm und respektieren ihn. Er besuche einen Sprachkursus in der Schule und im Heim, sonst habe er normalen Unterricht, in dem er auch immer mehr Deutsch gelernt habe, sagt er.

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