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NWZonline.de Region

Mit barrierefreiem Wohnhaus in die Zukunft

12.07.2016

Ganderkesee „Der demografische Wandel wird langfristig ein großes Thema im Wohnbereich“, so lautet der Leitspruch von Ursula und Franz Reisch. Die Tischlerei Reisch, welche im Jahr 1951 gegründet wurde, hat sich neben dem Bau von Fenstern, Türen und Möbeln auf das barrierefreie Wohnen spezialisiert und erhofft sich durch dieses weitere Standbein neue Märkte zu erschließen.

Die Produktionsstätte wurde 1983 vom Dorf Immer ins Ganderkeseer Zentrum verlegt und 1994 um eine Lackiererei sowie einen Bürobereich ergänzt. Im Sommer 2013 wurde dann in unmittelbarer Nähe eine komplette Ausstellungswohnung erstellt, in der sich der 13-Mann-Betrieb dem Konzept barrierefreies Wohnen gewidmet hat. Das Konzept ist, hier dem Kunden die komfortablen und barrierefreien Einrichtungsmöglichkeiten anhand einer komplett eingerichteten Wohnung aufzuzeigen.

Dieses fängt bereits an der Haustür des Objekts an der Grüppenbührener Straße 30 an, welche über einen Transponder selbstständig öffnet, um beispielsweise Menschen im Rollstuhl den Weg ins Eigenheim problemlos zu ermöglichen. Über einen Fahrstuhl gelangt man dann zur 160 Quadratmeter großen Wohnung in der zweiten Etage. Hier zeigt sich schon im Flurbereich das Konzept. Türen von 98 Zentimetern Breite, um das problemlose Einfahren mit Rollstühlen zu ermöglichen, sowie LED-Lichter am Boden, um den Weg zum Badezimmer auch in der Nacht sichtbar zu machen.

Auch im Badezimmer lässt sich dieses Konzept weiter verfolgen. Dort sind die Höhen des Waschbeckens sowie die Neigung des Spiegels per Knopfdruck einstellbar und die Dusche ist ebenerdig und mit einem reißfesten Vorhang ausgestattet. Dieser ermöglicht das Festhalten im Falle eines Sturzes. Weiter in der Küche: Hier sind Herdplatte und Spüle höhenverstellbar, um Rollstuhlfahrern das souveräne Arbeiten zu erleichtern. Außerdem sind Backofen und Geschirrspülmaschine für ältere Menschen in angenehmer Höhe angebracht, und die Oberschränke lassen sich elektrisch bis auf die Höhe der Arbeitsplatte herunterfahren. Weiter geht die Führung im Arbeitszimmer, das man, durch seine Beschaffenheit und Flexibilität, schnell in ein Kinderzimmer umwandeln kann, beispielsweise mit einem Schrankbett.

Abschließend gelangt man ins Schlafzimmer. Hier lassen sich die Kleiderschranktüren per Fernbedienung öffnen und die Kleiderstangen herunterfahren, um an diese einfach zu gelangen. Unter dem Bett befindet sich seitlich eine Beleuchtung, die durch einen Bewegungsmelder eingeschaltet wird und so nachts Orientierung bietet. Alle aufgezeigten Lösungen fertigt die Tischlerei nach individuellem Wunsch und den örtlichen Gegebenheiten in der Werkstatt selber an.

Doch auch wenn das aufgezeigte Sortiment sehr umfangreich erscheint, bleibt die Frage, ob die ganze Technik für ältere Menschen noch zu überblicken ist und auch, ob sie für jeden in einem solchen Umfang wie bei Reisch erschwinglich ist.

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