Oldenburg/Bad Zwischenahn - Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es so viele Baumschulen wie im Ammerland. Die in Bad Zwischenahn ansässige Baumschule Bruns ist mit rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der größten Baumschulen Europas. Langfristige und nachhaltige Planung ist die existenzielle Grundlage für den Fortbestand.

Doch die nachhaltige Produktion ist nicht nur für das eigene Unternehmen von großer Bedeutung. Pflanzen sind Sauerstoffproduzenten, binden CO2 und verringern so die Treibhausgase, welche vermehrt von Menschen verursacht werden und den Klimawandel vorantreiben.

Die Baumschule Bruns versucht, die Produktion und den Vertrieb der Gehölze so umweltverträglich wie möglich zu gestaltet. Damit das gelingt, musste einiges im Betrieb angepasst werden.

So hat die Baumschule in den letzten zwei Jahren aufgrund der trockenen und heißen Sommer massiv in Tröpfchenbewässerung investiert. Durch dieses System werden die Pflanzen direkt am Boden bewässert. So können bis zu 50 Prozent Wasser gespart werden. „Außerdem“, so Jan-Gerd Bruns vom Vertrieb, „sind die meisten unserer Betriebshallen auf den Dächern mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.“ Zum Schneiden der Bäume nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hybrid-betriebene Hebebühnen. Auch der auf das Nötigste reduzierte Einsatz von Kunstdüngern und Pflanzenschutzmitteln trägt zum Umweltschutz bei, genau wie der zusätzliche Gebrauch von speziellen Maschinen zur Unkrautentfernung.

Ungefähr 40 Prozent der verkauften Güter werden exportiert. Damit der Transport so umweltfreundlich wie möglich abläuft, achtet die Baumschule sehr auf ihren ökologischen Fußabdruck. „Die Gehölze werden ziemlich verschachtelt verpackt, um jeden freien Raum auszunutzen. Als Verpackung nutzen wir Holzpaletten, alte Kaffeesäcke aus Jute als Schutz gegen Druckstellen und Sisalband zum Zusammenbinden der Baumkronen. Wir nutzen so gut wie kein Plastik. Des Weiteren arbeiten wir mit Speditionen, die unsere Waren transportieren. Da die Speditionen gut organisiert sind, fahren die LKW mit anderen Frachten wieder zurück und so fährt kein LKW leer über die Autobahn.“

Das wachsende Bewusstsein für den Klimawandel ist bereits durch die Veränderung der Nachfrage erkennbar: Es werden immer mehr Bäume bestellt, die besser mit trockenem und heißem Klima zurechtkommen.