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NWZonline.de Region

Seidenstraße als große Chance

14.04.2018

Oldenburg China plant etwa 900 Milliarden Dollar in den Ausbau des Infrastrukturprojektes „Neue Seidenstraße“ – sowohl auf dem Landweg, als auch auf dem Seeweg – zu investieren. 65 Länder mit über vier Milliarden Menschen, die ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung ausmachen, sollen Teil dieses Projekts werden.

Auch wenn die meisten Millionäre der Welt in China leben, gilt doch jeder sechste Chinese als arm. Die Pekinger Parteiführung will dieses Gefälle zwischen Arm und Reich nicht unterschätzen und den abgehängten Westen wieder einbinden. Wirtschaftszentren mit einer perfekten Infrastruktur wurden geschaffen, den Unternehmen, ohne große Investitionen tätigen zu müssen, eine schnelle Ansiedelung ermöglicht, um somit eine optimale Anbindung an die Seidenstraße zu haben.

China denkt nicht nur an die Erschließung des Binnenmarktes, sondern auch an eine bessere Verbindung nach Europa, zu dem wichtigsten Handelspartner Chinas, und an die Erschließung des zentralasiatischen Marktes.

Da die „Neue Seidenstraße“ als einen Anlaufpunkt Duisburg hat, ist dies eine herausragende Stellung für Deutschland, da Duisburgs Binnenhafen Europas wichtigster Umschlagplatz für Güter ist. Hieraus ergeben sich auch viele Vorteile für Oldenburger Firmen, die regen Handel mit China treiben und vom mittelbaren Einzugsgebiet profitieren. Rund 100 Unternehmen aus dem Oldenburger Land haben Geschäftskontakte zu China.

Hierzu zählen überwiegend Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau und die Agrar- und Ernährungswirtschaft, aber auch viele Händler. Außerdem sind auch einige Unternehmen im Oldenburger Land im Besitz chinesischer Firmen. Andere Firmen, wie zum Beispiel Vierol, haben Standorte in Shanghai und Singapur, die unmittelbar an der Seidenstraße liegen. Durch den Bau der Neuen Seidenstraße erhofft sich so die Firma Vierol schnellere Lieferzeiten für den Ein- und Verkauf und kann sich eine Verlagerung des Transportweges auf den Schienenverkehr vorstellen. In erster Linie sind natürlich Kostenvorteile, die der Bau dieses Mammutwerks der Chinesen mit sich bringt, zu sehen.

Auf Nachfrage beim Jade-Weser-Port ergeben sich deutliche Vorteile für den Tiefseehafen der Region. Der Betreiber sieht sich hier nicht in Konkurrenz zum Hamburger Hafen, der auf eine lange Handelsgeschichte mit China zurückblicken kann, sondern eher als eine norddeutsche Lösung. Durch die Neue Seidenstraße erhofft sich der Betreiber sich mehr Belebung und geht bei optimalen Bedingungen von einer Verdoppelung des derzeitigen Warenumschlags aus. Grundsätzlich steht man dem Bau sehr positiv gegenüber.

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