• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region

Was wird aus den Nordsee-Fischen?

19.06.2018

Oldenburg Auch das Jahr 2018 bietet den Fischbeständen keine Möglichkeit der Erholung. Das folgt aus dem Beschluss der EU-Minister über die Fangmengen in der Nordsee. Während deutsche Fischer 2017 noch wenig Fische an Land ziehen durften, dürfen sie im kommenden Jahr nach deutlich mehr Tonnen fischen. Zwar gelten erstmals Einschränkungen beim Aalfang doch Umweltschützern und Forschern gehen diese Einschränkungen nicht weit genug. Man müsse hinsichtlich der erschreckenden Folgen des Klimawandels und der Überfischung langfristiger denken.

Klimawandel

Der Klimawandel führte in den letzten Jahren bereits zu verheerenden Folgen in der Nordsee. So ging die Erwärmung des Wassers mit der Vernichtung des Lebensraums vieler typischer Nordseefischarten einher. Fische wie der Kabeljau leiden unter den erhöhten Temperaturen und flüchten in kühlere Gewässer im Norden. Zudem bietet der Klimawandel exotischen Arten einen idealen Lebensraum. Zum Beispiel dem Roten Knurrhahn oder der Pazifischen Auster, beides sind Tierarten, die erst seit kurzer Zeit in der Nordsee ihre Heimat gefunden haben. Heimische Fischarten sind durch diese neuen Arten stark bedroht. Die Exoten nehmen ihnen Platz und Nahrung weg.

Rolle der Überfischung

Ein weiterer Punkt durch den es in der Vergangenheit oft dazu kam, dass viele Fischarten stark dezimiert wurden, ist die Überfischung. Die sich erhöhende Nachfrage nach Fisch führte zu größeren Fangmengen als die natürliche Vermehrung der Fischbestände. So schrumpften die Fischbestände in den letzten Jahrzehnten und viele Fischarten waren vom Aussterben bedroht.

Die Beschlüsse der Politik für das Jahr 2018 sehen viele Umweltschützer und Forscher kritisch. Man könne die von dem Rat für Meeresforschung empfohlenen Fangmengen niemals erreichen. Das würde nicht zum Ende der Überfischung führen. Die Politik hingegen ist der Meinung, dass die Zukunft keinesfalls gefährdet sei und jeder problemlos Fisch aus der Nordsee verzehren kann. Fakt ist jedoch, dass es neben der Überfischung auch immer noch das weltweite Problem des Klimawandels zu bekämpfen gibt, welches auch an der Nordsee zu großen Problemen führt. Hierfür ist ein langfristiges Denken und Handeln notwendig, damit auch in Zukunft die Fischbestände garantiert sind. Wie sich die Artenvielfalt in der Nordsee entwickeln wird, hängt besonders davon ab, wie Politik, Fischerei und Umweltschützer zusammenarbeiten.

Weitere Nachrichten:

EU

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.