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NWZonline.de Region

Lastenräder als Problemlöser?

17.04.2018

Oldenburg Oldenburg hat bereits seit einigen Jahren ein großes Problem mit der Schadstoffbelastung im Bereich der Innenstadt. Denn an der Messstelle am Heiligengeistwall beträgt der Jahresdurchschnittswert von Stickoxiden 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der von der EU-Kommission festgelegte Grenzwert beträgt jedoch 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Neben Oldenburg liegt eine Grenzwertüberschreitung von Schadstoffen in Niedersachsen nur in den Städten Hannover und Osnabrück vor.

Stickoxide entstehen als unerwünschtes Nebenprodukt bei Verbrennungsvorgängen, wie zum Beispiel in einem Verbrennungsmotor oder in einem Kohle-, Öl- und Gaskraftwerk, und können zu Atemwegserkrankungen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems führen. In Ballungsgebieten ist daher der Straßenverkehr die bedeutendste Stickoxidquelle, wobei der größte Anteil aus Dieselmotoren in Autos, leichten und schweren Nutzfahrzeugen oder Bussen mit Dieselantrieb stammt.

Aufgrund der übermäßigen Schadstoffbelastung gab die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) im Jahr 2017 in Zusammenarbeit mit der Stadt Oldenburg und der Handwerkskammer Oldenburg eine Studie in Auftrag. Die Studie wurde vom Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) in Berlin entworfen und befasst sich mit Maßnahmen, die die Emissionen im Innenstadtbereich Oldenburgs senken und gleichzeitig den Wirtschaftsverkehr optimieren sollen.

Vorgeschlagen wird unter anderem der vermehrte Einsatz von Lastenrädern. Sie sollen Waren von bis zu 100 Kilogramm transportieren und zu einem geringeren Verkehrsaufkommen und einer Emissionsreduzierung beitragen.

Doch auch das Angebot des ÖPNV soll erweitert und Radwege in und um Oldenburg ausgebaut und verbessert werden. Hierbei wird ein größeres Angebot von Park-and-Ride- sowie Bike-and-Ride-Anlagen vorgeschlagen oder der Bau neuer Abstellanlagen für Fahrräder.

2018 soll eine Plattform „Stadtverkehr“ ihre Arbeit aufnehmen. Diese Plattform dient dazu, Ideen zur Umsetzung zu erarbeiten und „bestimmte Maßnahmen weiter zu konkretisieren, denn es gibt natürlich große Vorbehalte gegenüber diesem Thema“, heißt es vonseiten der Plattform. Daran sind die Stadt Oldenburg, die IHK Oldenburg, die HBK (Hochschule für bildende Künste), der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen, der ADFC, der ADAC, Mitglieder der Radfraktion aus Oldenburg, die Bürgervereine, ausgewählte Unternehmen und das CMO (City-Marketing-Oldenburg) beteiligt.

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