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NWZonline.de Region

Fahrverbote großer Nachteil für den Einzelhandel

10.02.2018

Oldenburg Die Stickoxidbelastung in den Innenstädten nimmt immer weiter zu. Ist ein Fahrverbot die Lösung?

Seit einiger Zeit wird über zu hohe Stickoxidwerte in der Luft berichtet. Der Einbau von Manipulationssoftware in Dieselfahrzeuge durch Volkswagen (VW) hat das Thema noch zusätzlich angeheizt. Diesel-Pkw stoßen zu viele Stickoxide aus, die die Umwelt verschmutzen. Als eine Lösung sind „Fahrverbote für Dieselfahrzeuge“ im Gespräch. Diese sollen besonders in den Großstädten, die einen deutlich zu hohen Anteil an Stickoxiden in der Luft aufweisen, durchgesetzt werden. Von diesen Fahrverboten werden aber weitestgehend nur Besitzer von älteren Autos betroffen sein, da neuere Wagen bessere Werte aufweisen.

Diese Fahrverbote hätten wirtschaftliche Nachteile. Die älteren Autos müssten umgerüstet werden. Dabei stellte sich die Frage wer diese Umrüstung bezahlen soll. Ist eine Umrüstung technisch nicht möglich, bleibt offen, was mit diesen Fahrzeugen geschehen soll. Ein Weiterverkauf wird schwer möglich sein, da diese nur eingeschränkt nutzbar wären.

Ein anderer wirtschaftlicher Aspekt ist ebenfalls von Bedeutung. Käme es in deutschen Innenstädten wirklich zu einem Dieselfahrverbot, könnte der Einzelhandel Einbußen zu verzeichnen haben. Der ohnehin schon florierende Internethandel könnte noch stärker zunehmen, da viele Käufer Waren nicht mehr vor Ort kaufen und mit dem eigenen Diesel-Pkw nach Hause transportieren können.

Als Alternative mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu fahren, wird für viele nicht in Betracht kommen. Die Nachfrage nach neuen Dieselfahrzeugen könnte verhalten sein, da die Kunden skeptisch bleiben werden, ob auch in Zukunft solche Dieselfahrzeuge nicht betroffen sein werden.

Auch Oldenburg ist von zu hohen Stickoxidwerten betroffen. Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hofft, Fahrverbote und damit auch die wirtschaftlichen Probleme, vermeiden zu können.

Er sieht jedoch hier auch die Bundespolitik in der Verantwortung, indem Kommunen auch finanziell unterstützt werden.

Die Stadt Oldenburg hat bereits viele Ideen erarbeitet, um den Wert der Stickoxide auch ohne ein Dieselfahrverbot zu senken. Diese Ideen sind bereits dem zuständigen Ministerium zugeleitet worden. Eine Reaktion darauf steht noch aus.

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