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NWZonline.de Region

Internet fürs Exportgeschäft hoher Antrieb

21.06.2018
Frage: Herr Cramer, wie gestalteten sich die Anfänge des Exports bei Ihrer Firma?
Cramer: Bekannterweise produziert Röben seit 1855. Zu dieser Zeit wurden Straßen- und Fassadenklinker gefertigt, die überwiegend vor Ort im direkten Umfeld der Ziegelei eingesetzt wurden. Im Laufe der Jahrzehnte weitete sich das Absatzgebiet immer weiter aus, sodass Anfang 1970 das gesamte Bundesgebiet mit Röben-Klinkern versorgt wurde. Mit dem Bau weiterer Werke für Klinker und Dachziegel in den 70er Jahren, begann auch der intensive Aufbau des Vertriebs im Export. Insbesondere in den Nachbarländern Niederlande und Belgien, wo auch traditionell Klinker und Dachziegel verbaut werden, hatten wir in kurzer Zeit schon sehr gute Absatzerfolge. Mit eigenen angestellten Mitarbeitern im Außendienst wurden die Märkte intensiv bearbeitet und ausgebaut.
Frage: In welche Länder wird exportiert und welche Produkte verkaufen sich am besten?
Cramer: In den Jahren 1970 bis 1980 waren die Länder Niederlande und Belgien die wichtigsten Exportländer. Immer mehr wurde dann im Laufe der kommenden Jahre der gesamte westeuropäische Teil dazugenommen.

Im Zuge der Globalisierung in den 90er Jahren verbaute man Röbenprodukte inzwischen weltweit in Osteuropa, Russland, Asien, den USA und in der Türkei. Hauptumsatzträger im Exportgeschäft sind Dachziegel, Klinker und Klinkerriemchen, aber auch unsere Feinsteinzeugfliesen findet man unter anderem in Taiwan, Moskau und den USA.

Frage: Wie wird für die Produkte geworben? Gibt es spezielle Marketingstrategien?
Cramer: Hinsichtlich der Werbung und des Marketings wird sehr differenziert und länderspezifisch agiert. Natürlich sind umfangreiche Prospekte in der jeweiligen Landesprache, Produktpräsentationen wie Ausstellungen, Anzeigenschaltungen in Fachmedien und Teilnahmen an Messen ein zwingendes Muss, um den Vertrieb anzukurbeln. Zusätzlich schulen wir sowohl das Verkaufspersonal als auch potenzielle Kunden.
Frage: Wie funktioniert die Logistik und der Transport?
Cramer: Der Transport unserer Produkte erfolgt im Bereich Europa generell per Lkw. Alle Lieferungen außerhalb Europas – wie Asien und in die USA – werden per Seefracht durchgeführt. Die gesamte Logistik wird hauptsächlich von unseren Importeuren organisiert.
Frage: Hatte der Mauerfall einen Einfluss auf den Export speziell nach Osteuropa?
Cramer: Der Mauerfall war nicht nur für Deutschland, sondern auch für Röben ein besonders historischer Moment. Nach Öffnung der Grenzen haben wir sofort den Vertrieb in der ehemaligen DDR aufgebaut und 1992 ein neues Ziegelwerk in der Nähe von Berlin gebaut. 1994 wurde ein Klinker- und ein Dachziegelwerk in Polen errichtet.
Sofort nach dem Mauerfall und der Öffnung Osteuropas entstanden zahlreiche Kontakte in alle osteuropäischen Länder und der Startschuss für unsere Exportaktivitäten nach Osteuropa war gegeben.
Frage: Was hatten das Internet und die Globalisierung für einen Einfluss?
Cramer: Das Internet hat dem Exportgeschäft nochmals einen zusätzlichen Anschub verpasst: Permanent entstehen neue Kontakte, ergeben sich neue Geschäftsbeziehungen oder finden sich weltweite Interessenten für unsere Firma. Unsere Website ist international ausgerichtet und in Verbindung mit sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Linkedin ein sehr wichtiges Medium, was unsere Unternehmenskommunikation betrifft.

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