Oldenburg - Seit einem Jahrzehnt schwirrt der Begriff „Schlosshöfe Oldenburg“ durch die Stadt. Und das nicht nur positiv – anfangs hatte es Proteste gegen den Bau gegeben. Nach sechs Jahren Diskussion, zwei Jahren Bauzeit und zwei Jahren Bestand, nimmt der Widerstand in der Bevölkerung gegen die Schlosshöfe immer weiter ab.

Laut Umfragen der Industrie- und Handelskammer (IHK) bewegt sich das Einkaufszentrum immer weiter in die Richtung, ein akzeptierter und geschätzter Teil Oldenburgs zu werden. Die Ängste, dass das Center die Innenstadt zerstören könnte, haben sich als unbegründet erwiesen. Der Einzelhandelsverkauf in der Innenstadt läuft besser als vor dem Bau der Schlosshöfe. Auch architektonisch waren viele Menschen positiv von dem Einkaufszentrum überrascht.

Die Center-Managerin, Kathrin Landsmann, zeigt sich nach über zwei Jahren erfreut über die Entwicklung. Der 115 Millionen Euro teure ECE- Komplex baue auch Oldenburgs kulturellen Sektor durch die eingebundene „Kulturetage“ aus.

Der Bau war vor vier Jahren allerdings nicht im Interesse der Bürger. Dies bestätigt auch Kathrin Landsmann. Trotzdem fallen heute die Reaktionen eher positiv aus.

Die Oldenburger Bürger haben hierzu ihren Teil beigetragen. Durch ihre Proteste haben sie die Entwicklung des Einkaufszentrums mitgestaltet. Ohne die vorangegangenen Proteste wären die Schlosshöfe heute vielleicht größer und möglicherweise auch nicht so intensiv in die Oldenburger Innenstadt eingebunden.