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NWZonline.de Region

Sensorisch geprüfte Nahrung

15.07.2016

Oldenburg Eine Packung Hartkeks, ein Instant Müsli mit Rosinen, dazu Ravioli mit Champignonsauce und etwas Kaffee-Extrakt – fertig ist die Bundeswehrlegende „Einmannpackung“, kurz EPa, eine mehrjährig haltbare Verpflegungsration für Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Allerdings greift dieses Rezept zu kurz, denn der vollständige Inhalt dieser Ration ist das Ergebnis einer komplexen ernährungsphysiologischen und logistischen Operation, deren „Hauptquartier“ in Oldenburg stationiert ist. Das Verpflegungsamt der Bundeswehr (VpflABw) ist für die zentrale Beschaffung und Bewirtschaftung aller benötigten Lebensmittel für die Angehörigen der Bundeswehr sowie für die Zusammenstellung der Einmannpackungen zuständig. Es trägt Sorge dafür, dass die bundesweit rund 250 Truppenküchen in den einzelnen Kasernen auf der Grundlage einheitlicher Verträge gleichermaßen mit Lebensmitteln versorgt werden. Seit seiner Einrichtung 2012 wurde das Verpflegungsamt die zentrale Dienststelle für die Truppenversorgung, einhergehend mit einem erheblichen Personalaufwuchs und bildet somit einen mittelständischen Arbeitgeber in der Region.

Die im Bundeswehrsprachgebrauch „gemischte Dienststelle“ beschäftigt zivile und militärische Mitarbeiter. Von den insgesamt 271 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind 28 Soldaten, davon 27 männlich, und von den verbleibenden 243 zivilen Beschäftigten sind 88 weiblich. Allerdings sind am Standort Oldenburg direkt nur 167 Beschäftigte tätig, der Rest verteilt sich auf andere Dienstorte.

Die Beschäftigungsstruktur ist dabei durchaus vielfältig. Neben Ökotrophologen, Wirtschaftswissenschaftlern, Juristen, Medizinern und Lagerarbeitern werden hauptsächlich Mitarbeiter in der Verwaltung beschäftigt, vor allem des nicht technischen Verwaltungsdienstes. Dadurch stellt das Verpflegungsamt einen mittelständischen Arbeitgeber in der Region dar, welches, ungeachtet seiner Bezeichnung, insbesondere bei Beschaffung, Logistik und Bewirtschaftung unternehmerisch handelt. Die Vielzahl der Beschäftigten wohnt und lebt in Oldenburg und umzu, was die Bedeutung dieses Arbeitgebers für die Region unterstreicht. Übrigens werden sämtliche Inhalte der Verpflegungsration (siehe Foto) sensorischen Tests unterzogen und auf ihre Tauglichkeit für die Verpflegung der Militärangehörigen geprüft. Dass dem Oldenburger Verpflegungsamt zudem die Betreuung der Kochnationalmannschaft der Bundeswehr obliegt, schadet hier sicher nicht.

In Umfragen wird zudem die Akzeptanz der Ration bei den Soldatinnen und Soldaten geprüft und wer weiß, vielleicht denkt Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) ja im Rahmen ihrer „Attraktivitätsoffensive“ darüber nach, den typischen grauen Karton der Verpackung bunter zu gestalten oder, was besonders wünschenswert wäre, der „Einmannpackung“ endlich einen Namen zu verleihen, der auch den über 19 400 Soldatinnen das Gefühl gibt, ihre Tätigkeit würde bei der Verpflegung gewürdigt werden.

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