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NWZonline.de Region

Sorge um Anzahl der Apotheken

28.07.2016

Oldenburg Der Onlinehandel besitzt besonders im Bereich der rezeptfreien Medikamente einen hohen Marktanteil, den die Versandhändler durch sehr niedrige Preise erzielen. Prognosen zufolge soll der Anteil bis 2020 auf 17 Prozent des gesamten Verkaufs ansteigen.

Dies führt dazu, dass der Preisdruck auf die stationären Apotheken stark ansteigt. Durch schlechtere Einkaufskonditionen mit den Herstellern und geringeren Verkaufszahlen als die Versandhändler können kleine Apotheken nicht mithalten.

Vor allem in weniger dicht besiedelten Regionen ist dies ein Faktor, der zur Insolvenz vieler Apotheken führen kann. Auch in der Stadt wird die Apothekenanzahl laut Experten in Zukunft sinken. Von heute über 20 000 Apotheken bundesweit sollen 2020 nur noch 17 000 übrig sein.

Der Online-Arzneimittelhandel kann das Fehlen der Apotheken allerdings nicht ersetzen, da nicht alle Arzneimittel versendet werden dürfen. Zum Beispiel Betäubungsmittel oder Arzneimittel, welche eine intensive Beratung durch fachlich ausgebildetes Personal erfordern, dürfen per Gesetz nicht verschickt werden.

Ein weiterer Nachteil des großen Onlinehandels ist die große Distanz zum Kunden, die bei den meisten Internetkäufen besteht. Dies macht das Versenden von Arzneimitteln vor allem in Notfallsituationen unbrauchbar.

Zu Notdienstzeiten wird die niedrige Apothekendichte zum noch größeren Problem, da die Entfernung für die Kunden zur nächsten geöffneten Apotheke sehr groß sein kann. Arzneimittel sind eine besondere Ware und benötigen Beratung durch Fachpersonal. Auch Arzneimittelfälschungen sind im Onlinehandel weit verbreitet und gefährden somit die Gesundheit der Patienten.

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