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NWZonline.de Region

Tiefe Preise machen Milchbauern sauer

18.05.2017

Oldenburg Viele kleine, regionale Landwirte klagen über massive finanzielle Probleme. Schuld daran wäre vor allem die Abschaffung der Milchquote, sagen sie. Die sorgte dafür, dass jeder Landwirt wusste, wie viel Liter Milch er abliefern durfte und ab wann er Strafzahlungen riskierte. Die Milchquote ist jetzt jedoch Geschichte.

Die Landwirte verfolgen nun das Prinzip von Angebot und Nachfrage und richten sich nach der Politik. Dies führt dazu, dass manche regionalen Landwirte unter der Macht der großen Milchproduzenten zusammenbrechen. Darüber hinaus ist der Export nach China gesunken. Russland hat ein Einfuhrverbot für europäische Milchprodukte verhängt. In Folge dessen mussten bereits einige landwirtschaftliche Betriebe ihre Produktion einstellen.

10 000 Betriebe hatten in der Preiskrise angekündigt, dass sie ihre Produktion vorübergehend einstellen wollen, um so den Preisverfall der Milch zu stoppen. Ob dies nachhaltig zum Erfolg führt, ist nicht absehbar. Der Preis für einen Liter Milch war zwischenzeitlich auf circa 20 Cent gesunken. Der aktuelle Preis lag zum Jahresbeginn bei gut 30 Cent pro Kilo, wobei erst ein Preis von 35 Cent die Kosten decken könnte oder Gewinn abwirft.

Die versprochenen staatlichen Subventionen bieten für die regionalen Landwirte nicht wirklich eine Hilfe. Längst haben viele Landwirte ihren landwirtschaftlichen Betrieb aufgegeben oder zum Beispiel auf die Zucht von Rindern spezialisiert, da es sich für sie nicht mehr lohnt, auf die Haltung von Milchkühen zu setzen. Andere versuchen sich durch eigene kostspielige Investition ihre Existenz zu sichern, wobei der Komfort der Kuh mit Hilfe von Liegematten, ausreichender Kopffreiheit oder guter Erreichbarkeit des Futters verbessert werden soll. Eine Erfolgsgarantie ist nicht gegeben.

Aller Voraussicht nach wird der Milchpreis in der Zukunft wieder steigen, was vor allem an der sinkenden Milchproduktion liegt. Die Landwirte erhoffen sich durch die Erhöhung der Milchpreise in den Supermärkten, dass diese auch bei ihnen zu Erleichterungen führen, damit sie in Zukunft wieder ohne finanzielle Engpässe Milch produzieren können.

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