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NWZonline.de Region

Ujah spielt im Reich der Mitte

13.05.2017

Bremen /Oldenburg Die Nachricht, dass Anthony Ujah den Fußball-Bundesligisten Werder Bremen nach nur einer Saison wieder verlassen wird, war alles andere als positiv für alle Anhänger der Grün-Weißen. Noch größer war die Überraschung, dass Ujah für eine ordentliche Summe von etwa 13 Millionen Euro nach China wechselt – und dort viel mehr verdienen wird als bei Werder. Da stellt sich die Frage, warum China auf einmal für teures Geld gute Spieler aus Europa kauft – schließlich hatten sie es früher nicht gemacht.

Der Plan dahinter kommt von Präsident Xi Jinping, der den chinesischen Fußball beleben möchte. Der Fußball wird nicht als Sport, sondern als Geschäft verstanden. Die chinesischen Vereine gehören großen Firmen und Konzernen, die viel Geld in die Hand nehmen, um ihren Namen bekannt zu machen. Den Besitzern tut es kaum weh, für einen Spieler hohe zweistellige Millionenbeträge zu zahlen. Europäische Clubs dürfen gewarnt sein: Neben Ujah wurden bereits auch Superstars wie der Kolumbianer Jackson Martínez von Atlético Madrid oder der Brasilianer Oscar vom FC Chelsea nach China gelotst. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Land weiter entwickeln wird. Fakt ist jedoch: China befindet sich im Aufschwung.

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