• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region

Umweltfreundlich – aber umstritten

13.02.2017

Region Störfaktoren wie Schattenwurf, ein hoher Geräuschpegel, Infraschall und der geringe Abstand zum eigenen Grundstück werden von Anwohnern, auch in unserer Region, oft als gravierende Kritikpunkte beim Thema Windkraftanlage angeführt. Dies führt zu Konflikten zwischen zwei Parteien: Windpark-Betreibergesellschaften und Anliegern. Ist diese Kritik jedoch immer gerechtfertigt?
Einerseits sind Windkraftanlagen eine gute Alternative zu anderen Energieversorgungsquellen. Sie sind zukunftsorientiert und umweltfreundlich. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen sind sie im Betrieb CO2-neutral und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des anthropogen-bedingten, also durch Menschen verursachten, Klimawandels. Ziel ist es, die Spannweite von Nutzern erneuerbarer Energien stetig zu erweitern. Mit Hilfe der Windparks wird damit ein erster Schritt gemacht.
Andererseits dürfen die Nachteile nicht außer Acht gelassen werden. Oftmals ist es schon das bloße Erscheinungsbild, welches die Anwohner stört, da zum Beispiel der Abstand zum eigenen Wohnhaus als zu gering empfunden wird. Auch manche Befürworter der Energiewende können sich schwer vorstellen, täglich einen Blick auf eine Windkraftanlage werfen zu müssen. Problematisch sind zudem die blinkenden Lichter der Flugbefeuerung auf den Anlagen bei Nacht oder der durch die Rotationen entstehende Geräuschpegel.

Es gibt eine Reihe von Vorschriften, die dafür bestimmt sind, für das Wohl der Menschen und der Umwelt zu sorgen und die eingehalten werden müssen, damit Bürger und Anwohner nicht über ein zulässiges Maß hinaus gestört werden. Insbesondere im Bereich des Bauordnungs-, Naturschutz-, Luftverkehrs- und Immissionsschutzrechts sind Vorschriften zu erfüllen und Grenzwerte einzuhalten. Oft entsprechen diese Kriterien der Gesetzgebung jedoch nicht vollständig den Vorstellungen der Anwohner. Genau dies ist der Grund der zunehmenden Klagen.
Fazit: In vielen Fällen ist eine Lösung solcher Konflikte nur möglich, wenn die Windpark-Betreibergesellschaft und betroffene Anwohner aufeinander zugehen und sich im konstruktiv-sachlichen Dialog auf projektindividuelle Kompromisse einigen.

Weitere Nachrichten:

Windpark

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.