EDEWECHT - Bislang haben die einzelnen Wehren sich direkt an die Gemeinde gewandt. Nun wird diese Aufgabe „zentralisiert“.
Von Doris Grove-Mittwede
EDEWECHT - Mit überwältigender Mehrheit hat der Edewechter Rat bei einer Gegenstimme ein neues Konzept für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen gebilligt. Bislang haben sich die einzelnen Wehren mit ihren Wünschen direkt an die Gemeinde gewandt. Künftig wird das Gemeindekommando, das aus Gemeindebrandmeister und Ortsbrandmeistern besteht, Vorschläge für die Anschaffung von Ersatzfeuerwehrfahrzeugen erarbeiten und später auch festlegen, bei welcher Wehr diese Wagen eingesetzt werden. Die Entscheidung über die Anschaffung der Fahrzeuge fällt nach wie vor der Edewechter Rat.Gegen das Konzept hatte FDP-Ratsherr Rolf Kaptein gestimmt. Er sagte, dass er nicht damit einverstanden sei, dass die Osterschepser Feuerwehr als Ersatzfahrzeug nicht das von ihr gewünschte Allradfahrzeug bekäme, sondern lediglich ein Straßenfahrzeug. Das sei keine Motivation für die Feuerwehrleute, und er hoffe, dass niemals die Situation eintrete, dass die Wehr schneller zu einem Brand gelangt wäre, wenn sie ein Allradfahrzeug gehabt hätte.
SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Fittje antwortete, dass es sich beim neuen Konzept für die Ersatzbeschaffungen von Feuerwehrfahrzeugen und der Entscheidung über die Anschaffung eines Fahrzeugs für die Schepser Wehr um zwei verschiedene Dinge handele.
Hauptamtsleiterin Petra Knetemann erklärte auf Anfrage der NWZ ergänzend dazu, dass die Auftragsvergabe für das Schepser Fahrzeug bereits im Januar erfolgt sei. Die Schepser verfügten bereits r über ein Allradfahrzeug, ein zweites sei nicht erforderlich. Das sähen auch der Kreisbrandmeister und der Gemeindebrandmeister so. Außerdem habe der Schepser Ortsbrandmeister – wenn auch als Kompromiss und nicht als Ideallösung – der Anschaffung des Straßenfahrzeugs zugestimmt. Bei der Anschaffung des zweiten Fahrzeugs für die Schepser Wehr seien nicht nur die örtlichen Wünsche berücksichtigt worden, sondern auch die gemeindeweiten Belange.
Um die Zustimmung zum neuen Konzept hatte zuvor SPD-Ratsherr und Feuerwehrausschussvorsitzender Enno Jeddeloh gebeten.
