EDEWECHT - Die Parteispitze wurde aufgefordert, bis zum Jahr 2014 einen eigenen Kandidaten aufzubauen. Die alte Vorstand ist auch der neue.
Von Erhard Drobinski
EDEWECHT - Nun steht es endgültig fest: Die Edewechter CDU wird in den Kommunalwahlkampf ohne einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ziehen. Während einer Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Am Markt“ in Edewecht stimmten die Mitglieder diesem Vorschlag mit großer Mehrheit zu, den ihnen der Vorstand des Gemeindeverbandes Edewecht sowie die CDU-Gemeindefraktion unterbreitet hatten.Zur Zeit fehle der Edewechter CDU eine Persönlichkeit, die gegen die jetzige Bürgermeisterin Petra Lausch bestehen könne, begründete der Vorsitzende der Edewechter CDU, Jörg Brunßen, diesen Schritt. Und „Fremdeinkäufe“ sollten nicht getätigt werden.
Zudem habe sich während der Amtszeit der Bürgermeisterin gezeigt, dass bei allen strittigen Abstimmungen Frau Lausch mit der CDU gestimmt habe. Dennoch wurde auch Kritik geäußert. Wenn die Partei den Anspruch habe, im kommenden Jahr bei der Kommunalwahl wieder stärkste Fraktion zu werden, meinte ein Mitglied, müsse sie auch einen eigenen Kandidaten stellen. Bei zwei Gegenstimmen wurde dem eingebrachten Vorschlag, keinen eigenen Kandidaten zu nominieren, schließlich zugestimmt. Gleichzeitig wurde der Vorstand aufgefordert, bis zur Bürgermeisterwahl 2014 einen eigenen CDU-Kandidaten aufzubauen.
Ohne Überraschungen verliefen die Vorstandswahlen. Jörg Brunßen wurde an diesem Abend als 1. Vorsitzender ebenso wiedergewählt wie Rüdiger Geiba und Sven Guderjan als stellvertretende Vorsitzende und Norbert Hartwig als Kassenwart. Als Beisitzer fungieren für die nächsten zwei Jahre Konrad Barth, Anke zu Jeddeloh, Johannes Lameyer, Daniel Ledesma-Kirchner und Waltraud Steinbrink.
Über CDU-Politik im Bund, auf Kreisebene und in der Gemeinde informierten MdB Thomas Kossendey, der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Jann Lübben, und Wolfgang Seeger als Vorsitzender der CDU- Gemeindefraktion. Letzterer konnte auch die erfreuliche Mitteilung machen, dass die Gemeinde in diesem Jahr ihren Schuldenstand um über eine Million Euro abbauen werde.
Seeger kritisierte aber auch, dass die geplante Edewechter Umgehungsstraße nicht gebaut werde. Für ihn sei das der größte Fehler, den die Gemeinde gemacht habe. Keiner, so Seeger, wolle die Straße haben, aber viele beschwerten sich über den zunehmenden Verkehr. In den nächsten zehn Jahren werde die Ortsumgehung kein Thema mehr sein.
