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NWZonline.de Region Ammerland Gemeinden Edewecht

Politik Berät über Kita: Friedrichsfehner Kindergarten wird noch bunter

30.01.2020

Edewecht Rot, grün oder anthrazit, das war hier die Frage: Die Mitglieder des Edewechter Bauausschusses konnten am Dienstagabend im Ratssaal des Rathauses die HPL-Platten begutachten, die bereits jetzt an der Kita in Friedrichsfehn verbaut und auch beim Anbau künftig eingesetzt werden sollen.

Die Ratsherren und -frauen waren sich nach eingehender Besprechung einig: Dem Wunsch der Kindergartenleiterin Stefanie Kühl, den Anbau in grün zu verkleiden, wurde einstimmig gefolgt. Auch an den weiteren von Jens Büsselmann vorgestellten Materialien für Fenster, Türen und Fußbodenbeläge hatten die Ausschussmitglieder nichts auszusetzen. Wohl aber hatten sie einige Fragen und überlegten eine Weile, ob nun rot oder grün die bessere Entscheidung sei. Der dunkle Farbton – obwohl er zum Material der Fenster passen würde – sagte keinem wirklich zu.

Jürgen Kuhlmann (CDU) wollte beispielsweise wissen, inwieweit die bereits verwendeten roten Platten ausgeblichen seien durch Verwitterung. „Wenn wir daneben mit rot weitermachen, wäre es natürlich nicht schön, wenn sich die Farben dann doch unterscheiden.“

Bunt oder schlicht?

Mit etwas Ironie in der Stimme sagte Freia Taeger von der SPD: „Uns gefällt rot natürlich besser als grün. Wir sollten uns aber fragen, was besser zu den Gebäuden im Umkreis passen würde.“ Hergen Erhardt von Bündnis 90/Die Grünen ging auf den Spaß ein und antwortete: „Mir gefällt logischerweise grün besser.“ Generell bemängelte er allerdings, dass Kindergärten in letzter Zeit immer bunter würden. „Mir ist das zu schrill.“ Wichtiger als die Farbfrage befand er jedoch die des Materials. „Ist dieses Kunstharz recycelbar? Das sollte uns künftig beschäftigen.“ Zur Recyclingfähigkeit konnte Büsselmann nichts sagen, wohl aber zu den ansonsten verwendeten Materialien: „Das wird ein Holzrahmenbau mit Alu-Fenstern.“

Zum Hintergrund: Die HPL-Platten – das ist die Abkürzung für Hochdrucklaminat – waren beim Anbau im Jahr 2015 verwendet worden, weil der bei dem Neubau in 2012 verwendete Klinker-Stein nicht mehr zu bekommen war.

Thomas Apitzsch (UWG) äußerte: „Es ist doch nicht wichtig, was wir schöner finden. Die Leute, die in der Einrichtung arbeiten, müssen das täglich sehen. Wenn die grün wollen – und das finde ich auch die entspanntere Farbe – dann lasst uns das doch nehmen.“ Derselben Meinung war auch Kai Hinrich Bischoff von der CDU. Dem Beschlussvorschlag konnten letzten Endes dann alle Ausschussmitglieder folgen.

Gute Energiebilanz

Ebenso in der Sitzung thematisiert wurde der Energiebericht der Gemeinde für das Jahr 2016. Rolf Torkel dazu: „Es klingt zuerst vielleicht nicht spannend, weil es einige Jahre zurückliegt. Doch wir können aus dem Bericht ableiten, wie wir da künftig weiter handeln.“ Ralf von Dzwonkowski von der EWE stellte mögliche Einsparpotenziale der insgesamt 33 betrachteten Liegenschaften im Gemeindegebiet vor. Fest stand nach dem Vortrag: Edewecht ist gut aufgestellt und hält seit Jahren stetig den Verbrauch von Strom, Wasser und Wärme einigermaßen konstant. „Und das, obwohl wir ja einige Quadratmeter mehr versorgen als noch vor einigen Jahren“, machte Jürgen Kuhlmann deutlich. Doch er befand auch: „Wenn wir an Einsparungen denken, dann sollte das nicht nur Geld heißen, sondern wir sollten uns fragen, welche alternativen Energiequellen wir demnächst anzapfen können.“

Die Grundschule sowie die Mehrzweckhalle, das zeigten die Zahlen, sind die größten Energiefresser, auch das Hallenbad hat logischerweise einen hohen Verbrauch. „Da könnte man noch mal genauer hinschauen“, empfahl von Dzwonkowski, betonte jedoch auch: „Die Stromverbräuche an Schulen steigen einfach, Stichwort Digitalisierung. Also riesig viel mehr einsparen können sie wahrscheinlich nicht.“ Der Kommunalbetreuer bei EWE schlug dennoch vor: „Vielleicht könnten Sie einen Energieberater engagieren.“ Ein solcher könne noch die letzten Einsparpotenziale für Edewecht ausfindig machen.

Imke Harms Reporterin / Redaktion Wildeshausen
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