JEDDELOH II - Ein volles Haus zum 50-jährigen Jubiläum hatten die Landfrauen in Husbäke. Bei Kaffee und selbst gebackenen Kuchen feierten sie „ihren Tag“ gemütlich in der Gaststätte „Zum Goldenen Anker“ in Jeddeloh II.

An der Feier nahmen auch acht Gründungsmitglieder teil. Sie wurden von der Vereinsvorsitzenden Inge Harries mit Erinnerungsfotos und Orchideen geehrt.

Auch viele Ehrengäste gratulierten den Landfrauen zum Jubiläum. Carl-Hermann Orth, früher Gastwirt und Kaufmann in Husbäke, dokumentierte in einer Bilderausstellung den Ort am Küstenkanal im Wandel der Zeit.

Marga Wilken, Gründungsmitglied des Husbäker Landfrauenvereins, informierte über die Entstehungsgeschichte. So sei im Sommer 1957 vom Zwischenahner Landvolkverband angeregt worden, in der „kleinen Moorkolonie Husbäke“ einen Landfrauenverein zu gründen. Auf ihre an die Ortsfrauen gestellte Frage „Wüllt ji denn een Landfronvereen hebben?“ hätte Agnes Kruse geantwortet: „Jo, denn kaamt wi noch mal ut de Holschen“. Am 14. April 1958 sei die neue Organisation dann aus der Taufe gehoben worden; der Jahresbeitrag habe damals 1,40 Mark betragen.

Die ersten Veranstaltungen der Landfrauen in der Gaststätte von „Mutti Orth“ drehten sich ums Kochen. Damals erfuhren sie erstmals etwas über Gefriertruhen, und als Neuheit sei eine Küchenmaschine vorgestellt worden.

Inzwischen sei der Verein eine Anlaufstelle für viele Frauen geworden, stellte Bürgermeisterin Petra Lausch fest. Wichtig für die Gründerinnen sei es gewesen, den damals noch recht isoliert lebenden Frauen Möglichkeiten zu geben, Ideen und Erfahrungen auszutauschen, so Petra Lausch. Heute engagierten sich die Landfrauen auf vielfältige Weise. „Die Gemeinde braucht engagierte Bürgerinnen. Mit Eurem Einsatz und Eurem Engagement leistet Ihr einen Beitrag zu einer vielseitigen Gesellschaft. Eure Aktivitäten sind aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken“, so die Bürgermeisterin.

Als „fleißige Bienen“, dem Logo der Landfrauen, hatten sich die Husbäker Vorstandsmitglieder Maren Komandel und Hannelore Scholte verkleidet. Auf humorvolle Art berichteten sie über das Vereinsengagement und über die geplanten Aktivitäten.