Husbäke - Ins Moor wagte sich der FDP-Kreisverband Ammerland. Wegen der Pläne der rot-grünen Landesregierung zum weitgehenden Verbot des Torfabbaus mit dem Ziel des Natur- und Klimaschutzes suchten die Liberalen den Dialog. ­Guus van Berckel, Vorstand der Griendtsveen AG, zu deren Gruppe das Torfwerk Edewecht zählt, begrüßte die Gäste in Husbäke.

Hans Brinkmann, Geschäftsführer im Edewechter Torfwerk, erläuterte, dass der Abbau nur noch auf Flächen erfolge, die zuvor landwirtschaftlich intensiv genutzt wurden. Nach der Wiedervernässung sei die Tier- und Pflanzenvielfalt nachweislich weitaus höher. Das Klima, so Brinkmann, könne man mit dem Verbot in Niedersachsen auf keinen Fall schützen. Der Abbau im Baltikum würde sprunghaft ansteigen und der Torf per Lastwagen – unter dem Ausstoß von Kohlendioxid – nach Westeuropa transportiert.

Das Edewechter Unternehmen baut nach Angaben der Kreis-FDP auf insgesamt 250 Hektar Torf ab.