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NWZonline.de Region

Eine lang vergessene Künstlerin

18.02.2006

Von Jürgen Derschewsky

Amalie Hegeler, eine Oldenburger Malerin, ist vielen als Person, jedoch nur wenigen als Malerin bekannt. Obwohl nicht allzu viele Erkenntnisse über ihre malerische Vergangenheit vorliegen, ist sie ein erwähnenswerter Bestandteil der Oldenburger Kultur- und Kunstgeschichte.

Amalie Hegeler wurde am 22. Juli 1854 als Tochter des Oberbaurates Johann Georg Wilhelm Nienburg und dessen Ehefrau Almuth Sophie geb. Trentepohl geboren. Bereits mit 21 Jahren heiratete sie am 28. September 1875 den Bankdirektor Conrad Wilhelm August Hegeler, der am 6.11.1845 geboren wurde.

August Hegeler entstammte der angesehenen und sehr wohlhabenden Familie Hegeler aus Eversten. Sein Großvater war der Rats- und Gutsherr Conrad Heinrich Hegeler (1763-1847). Das Landhaus des Ratsherrn Conrad Hegeler in der Hauptstraße 19 in Eversten, das dieser 1836/37 vom Oldenburger Architekten Heinrich Strack im klassizistischen Stil bauen ließ, zeugt noch heute vom damaligen Wohlstand der Familie. Nicht weniger bekannt war Conrad Hegelers Schwester Helene Hegeler (1792- 1872), die mit dem General Wilhelm Gustav Friedrich Wardenburg verheiratet war (1781-1838). Der Sohn von Conrad Heinrich Hegeler, Bankdirektor Friedrich Bernhard Hegeler (13.9.1802- 21.6.1876), heiratete nach dem Tode seiner ersten Ehefrau Margarethe geb. Baumann (gest. 1835) Henriette Louise geb. Eyting (1819 – 1905), die neben August Hegeler acht weitere Kinder gebar.

August Hegeler, der bereits in jungen Jahren zum Bankdirektor aufstieg, bezog gemeinsam mit Amalie ein Haus in der Gartenstraße 34, welches dem Rittergutsbesitzer Enst Hegeler aus Parchim gehörte. Bereits ein Jahr nach der Heirat wurde am 24.10.1876 Margarethe und am 16.3.1879 Anna geboren.

Amalie brauchte sich um ihre Zukunft nicht zu sorgen, zumal ihr Mann August durch seinen Beruf und Ländereien ein genügendes Auskommen hatte. So besaß August Hegeler ein 132 Hektar großes Heidegrundstück in Huntlosen, das er nach einem Heidebrand in den Jahren 1878/1879 aufforsten ließ. Jedoch starb August Hegeler nur zwei Jahre später am 27. März 1881 im Alter von 36 Jahren. Am 21. Mai 1881 verkaufte Amalie das sich entwickelnde Waldstück für 39 500 Mark an das Großherzogtum Oldenburg. Die Waldfläche wurde Hegeler Wald benannt. Ein Sandstein mit dem Namen August Hegelers sowie die Hegeler Waldstrasse deuten auf den ehemaligen Besitzer dieser Waldfläche hin.

Amalie Hegeler wohnte mit ihren Töchtern Margarethe und Anna in den darauf folgenden Jahren weiterhin in der Gartenstraße. Die Mädchen entwickelten sich prächtig und waren der Kunst sehr zugetan. Amalie Hegeler hatte sich in dieser Zeit offensichtlich bereits intensiv mit der Malerei beschäftigt, was das von ihr 1883 gemalte Bild „Untergehende Sonne in der Heide“ dokumentiert. Die Arbeit zeigt eine gekonnte Pinselführung, wie sie nur erfahrene Künstler auf die Leinwand bringen können.

Margarethe, die dieses Talent von der Mutter erbte und ebenfalls malte, engagierte sich für den Oldenburger Kunstverein. Anna zog es zur Musik, wobei sich herausstellte, dass sie über alle Maßen talentiert war. So war es

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