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Bremerhavens Torjäger Jan Urbas: Slowene neuer „König von Fischtown“

05.02.2020

Bremerhaven Die Vertragsverlängerung mit Top-Stürmer Jan Urbas sorgte bei Alfred Prey für viel Stress. „Ich habe noch nie so viele Nachrichten, Anrufe oder Emails erhalten“, sagt der Team-Manager der Fischtown Pinguins im Gespräch mit der NWZ: „Jeder hat mir gratuliert. Eine ganze Region hat sich gefreut. Für viele war es die beste Nachricht des Jahres.“

Bis 2021 bleibt der 31-jährige Eishockey-Crack in Bremerhaven. Er hat den Club aus der Deutschen Eishockey Liga DEL laut Prey „in eine neue Dimension“ gebracht. Denn trotz der vielen Angebote der zahlungskräftigen Konkurrenz entschied sich Urbas im Gegensatz zu vielen anderen ehemaligen Pinguins-Stars für den Underdog. „Der König von Fischtown“, nennt ihn Prey.

Mit 22 Toren in 43 Spielen ist Urbas nicht nur der beste DEL-Torjäger in dieser Saison. Dank des slowenischen Nationalstürmers stehen die Bremerhavener vor der erstmaligen direkten Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale. Die in den vergangenen drei Jahren stets erreichten Pre-Playoffs dürften neun Spieltage vor dem Ende als Tabellenfünfter nur noch Formsache sein. „Eigentlich ist das Erreichen der Pre-Playoffs für uns wie eine Meisterschaft. Daher kann man schon sagen, dass wir etwas über unsere Verhältnisse spielen“, erklärt Prey.

Für Urbas ist das in Zukunft das Minimalziel. „Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass wir viel erreichen können“, sagt der zweimalige Olympia-Teilnehmer: „Und wir können viel erreichen.“ Titelträume spricht der 1,92 Meter große Profi zwar nicht offen aus, doch in der Mannschaft ist das ein Thema. „Gute Spieler wollen immer das Optimum. Sie sollen sich auch hohe Ziele setzen“, sagt Prey: „Als Club müssen wir allerdings demütig bleiben.“

Der Team-Manager der Pinguins erinnert an den vergangenen Spieltag, als sein Team dem deutschen Meister Adler Mannheim im Penaltyschießen äußerst unglücklich mit 3:4 unterlag. „Da haben vier gegen 16 Millionen Euro gespielt“, merkt der 65-Jährige an und verweist auf die völlig unterschiedlichen Etats der beiden Teams. Doch mit Spielern wie Urbas haben die Norddeutschen einen Spieler im Kader, der den Unterschied macht.

„Er ist eine Ausnahmeperson“, beschreibt ihn Prey. Nicht nur auf dem Eis, sondern auch daneben. Denn Urbas widerstand trotz Liga-Bestwerten dem Werben der Konkurrenz. Anders als Jack Combs, der 2017 als bester DEL-Torjäger nach Iserlohn ging, bleibt der Fan-Liebling in Bremerhaven, der als Combs-Nachfolger vom österreichischen Erstligisten Villacher SV kam. Zwei überzeugende Spielzeiten mit 41 und 40 Scorer-Punkten sowie die Olympia-Teilnahme 2018 sorgten bereits für Begehrlichkeiten. Mit 41 Scorer-Punkten in der laufenden Runde kann Urbas seine Werte in dieser Saison sogar übertreffen. „Daher hat niemand erwartet, dass wir mit ihm über das Saisonende hinaus verlängern können“, meint Prey.

Zahlreiche Top-Clubs waren am treffsichersten DEL-Stürmer interessiert. „Deswegen habe ich mit harten Verhandlungen gerechnet. Am Ende war es aber eine einfache Geschichte“, erinnert sich Prey über seinen Coup Ende Januar.

„Ich fühle mich hier sehr wohl. Meine Familie fühlt sich hier sehr wohl. Warum sollte ich dann wechseln?“, fragte Urbas. Zudem erklärt Prey: „Er ist Mitteleuropäer und hat eine ähnliche Mentalität wie wir. Ihm ist es wichtig, wie es seinen Kindern im Kindergarten geht. Auch die Frauen spielen eine große Rolle. Natürlich spielt er nicht umsonst hier, aber es gab bei weitem bessere Angebote.“

Auch der Verbleib von Kumpel Miha Verlic ist ein Faktor. Urbas‘ Landsmann (16 Tore) gilt als kongenialer Partner des Linkshänders. „Sie sind unsere Brot- und Butterspieler und sind wie Brüder“, erklärt Prey. Im Hinblick auf die neue Saison ist die Verlängerung des Duos für den umtriebigen Manager der Pinguins „die halbe Miete“ und gebe dem Verein „eine gewisse Sicherheit“.

Urbas kann aber zuvor noch für eine weitere Premiere sorgen. Wie schon im Dezember steht der Pinguins-Star als einer von fünf DEL-Profis im Januar zur Wahl des besten Spielers. Nie zuvor erhielt ein Bremerhavener Profi diese Auszeichnung. Doch die sieben Tore und sechs Vorlagen in neun Spielen sprechen eine Sprache für sich. „Für ihn stehen die Leute auf und klatschen Beifall“, sagt Prey.

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