HANNOVER - Eishockey-Nationaltorwart Robert Müller hat bei seiner Rückkehr nach Krefeld ein Debakel mit den Kölner Haien erlebt. Der unheilbar kranke Keeper der Haie kam zwar an diesem Sonntag in den letzten viereinhalb Minuten zum zweiten Saisoneinsatz.

Beim Stand von 0:6 wurde er eingewechselt. Da war aber die höchste Saisonniederlage der Kölner schon perfekt. Für die Krefeld Pinguine trafen Boris Blank (10.), Charlie Stephens (19.), Daniel Pietta (25.), Herberts Vasiljevs (37.), Richard Pavlikovsky (52.) per Penalty und erneut Stephens (53.).

„Ich bin noch sehr weit weg davon, dass ich von Anfang an spielen kann“, sagte Müller und zeigte sich überrascht von seinem Einsatz: „Ich hatte meinen rechten Schlittschuh gar nicht richtig gebunden.“ Sein gefeierter Auftritt machte ihm großen Spaß, die Leistung der Kollegen aber nicht. „Das Spiel hat mir schon Kopfschmerzen und Kopfzerbrechen bereitet. Das war gar nichts“, sagte Müller. Ex-Spitzenreiter Krefeld beendete mit dem höchsten Saisonsieg einen Durchhänger mit drei Niederlagen und schob sich auf Rang drei.

Hannover behauptete die Führung in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga mit dem knappen 3:2-Heimsieg gegen die Kassel Huskies. Die Niedersachsen gewannen aufgrund ihres starken Überzahlspiels. Chris Herperger (10./34.) schoss die ersten beiden Treffer, Eric Schneider sorgte für das vorentscheidende 3:1; für Kassel trafen Ryan Kraft zum zwischenzeitlichen 1:1 (24.) und Hugo Boisvert (53.).

Meister Eisbären Berlin als bisher ärgster Verfolger Hannovers verlor 1:2 bei den Nürnberg Ice Tigers und rutschte auf Platz fünf ab. Auf Rang zwei verbesserte sich Ex-Champion Mannheim durch das 3:2 bei Schlusslicht Füchse Duisburg.

Tabellen-Vierter ist Frankfurt, das nach einem 1:3-Rückstand noch 4:3 gegen die Iserlohn Roosters gewann. Dabei verletzte sich Frankfurts Nationalspieler Sebastian Osterloh an der Schulter und droht länger auszufallen.

In der Zweiten Liga mussten die Fischtown Pinguins Bremerhaven eine 3:6-Niederlage in Weißwasser hinnehmen. Das Team, das mit Entscheidungen der Unparteiischen haderte, bleibt damit weiter auf Rang zehn.