• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Weitere Eishockey

Außenseiter Augsburg fordert Meister

02.04.2019

Köln Sichtlich gezeichnet und auf unsicheren Beinen wagte sich Christoph Ullmann aufs Eis, als die Augsburger Fans immer lauter seinen Namen riefen. Mit seinen Teamkollegen wollte der ehemalige Eishockey-Nationalspieler den Halbfinaleinzug der Panther feiern, doch zwei Tage nach seinem dramatischen K.o. fiel es ihm schwer. Auf dem Fernseher in der Kabine hatte der 35-Jährige den entscheidenden 2:1-Sieg gegen die Düsseldorfer EG verfolgt, „das ganze Drumherum brauche ich nicht“.

Die Rückkehr des 35-Jährigen, der am Freitag nach einem harten Check seine Zunge verschluckt hatte und vom DEG-Mannschaftsarzt gerettet worden war, war der emotionale Höhepunkt des Augsburger Festtages. Wenn das Überraschungsteam der Deutschen Eishockey Liga (DEL) an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) beim Titelverteidiger EHC München zum ersten Play-off-Halbfinale antritt, muss Ullmann wegen einer „heftigen Gehirnerschütterung“ zuschauen. Weitere Untersuchungen sollen klären, ob „mit der Murmel da oben alles okay ist“.

Das Derby zwischen dem Meister der vergangenen drei Jahre und dem Außenseiter, der erst zum zweiten Mal in der Clubgeschichte die Runde der letzten Vier erreichte, ist ein ungleiches Duell. München mit dem DEL-Rekordtrainer Don Jackson, der seinen neunten Meistertitel anstrebt, hat dank Brausehersteller Red Bull mit 13,5 Millionen Euro den größten Etat der Liga. Die Augsburger, die mit dem Finaleinzug 2010 ihren größten Erfolg feierten, müssen mit weniger als der Hälfte auskommen (5,9). „Wir wissen um ihre Stärke“, sagte Münchens DEL-Rekordtorjäger Michael Wolf dennoch.

Während die bayerischen Rivalen zum ersten Mal in den Play-offs aufeinander treffen, stehen sich im zweiten Halbfinale ab Dienstag (19.30 Uhr/Sport 1) zwei alte Bekannte gegenüber. Hauptrundensieger Adler Mannheim und die Kölner Haie messen sich zum 16. Mal in der K.o.-Runde. Kein Wunder: Die beiden Traditionsclubs sind Dauergäste in den Play-offs – in 39 Jahren fehlten die Adler nur einmal, die Haie lediglich dreimal.

„Wir stellen uns auf eine lange, harte und intensive Serie ein“, sagte Mannheims Kapitän Marcus Kink und bescheinigte den Kölnern „absolute Comeback-Qualitäten“. Die Haie hatten im Viertelfinale gegen den ERC Ingolstadt erst als zweites Team in der deutschen Play-off-Geschichte in einer Best-of-seven-Serie einen 1:3-Rückstand mit drei Siegen in Folge noch gedreht. „Was für ein Team, was für eine Stimmung! Wir wollen mehr“, sagte Kapitän Moritz Müller nach dem 3:2 im siebten Spiel.

Die Haie sind gegen Mannheim jedoch Außenseiter. Die Adler stellten in der Hauptrunde mit 115 Punkten einen DEL-Rekord auf und haben ihren achten Meistertitel fest im Blick. Allerdings: Köln ist in den Play-offs der Angstgegner. Elf von 16 Serien gingen verloren, auch die letzten drei.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.