• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Weitere Eishockey

Sturms plötzlicher Abgang bringt DEB in Bredouille

06.11.2018

München Die unerwartete Hiobsbotschaft wirkte am Montag noch nach. „Es hat uns total überrascht“, sagte DEB-Präsident Franz Reindl über den plötzlichen Abschied von Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm. Nach dem Deutschland-Cup am kommenden Wochenende folgt der 40-Jährige dem Lockruf der NHL. Statt dem Silber-Coup von Pyeongchang weitere Großtaten hinzuzufügen, geht Sturm als Assistenzcoach in die US-Liga zu den Los Angeles Kings – und bringt den DEB in die Bredouille.

Reindl war deshalb am Montagvormittag auch relativ kurz angebunden, beim Verband herrschte praktisch über Nacht große Betriebsamkeit. „Viel Zeit habe ich nicht“, sagte der 63-Jährige, der im Verbund mit Sportdirektor Stefan Schaidnagel und dem DEB-Präsidium nun einen Nachfolger finden muss, der das deutsche Eishockey auf Kurs hält.

„Natürlich“ habe man sich noch keine Gedanken über die zukünftige Lösung machen können, merkte Reindl an. Denn obwohl Sturm immer wieder mit der Rückkehr in die NHL kokettierte, als Profi kam er dort auf über 1000 Einsätze, – so schnell hatte diesen Wechsel bei einem noch bis 2022 laufenden Vertrag keiner erwartet.

Am vergangenen Freitag, schilderte Reindl, sei die Anfrage eingegangen. Am Samstag habe er mit Sturm gesprochen, am Sonntagnachmittag mit den LA Kings. „Es ist eine Riesenchance für ihn“, sagte Reindl verständnisvoll. Sturm wird sich am Mittwoch äußern und dann beim Vierländerturnier in Krefeld (8. bis 11. November) letztmals bei der Nationalmannschaft an der Bande stehen.

Sturm war 2015 als Trainer-Nobody zum Nationalcoach berufen worden und führte die DEB-Auswahl zurück in die erweiterte Weltspitze, 2016 und 2017 erreichte das Team das WM-Viertelfinale. Alles übertraf jedoch das Wunder von Pyeongchang, als im olympischen Eishockey-Finale gegen Russland nur 55 Sekunden zur Goldmedaille fehlten. Die Messlatte liegt hoch für einen Nachfolger, im Mai 2019 steht die WM in der Slowakei an. Der DEB will sich bei der Suche nicht unter Zeitdruck setzen lassen. „Wir wollen uns ganz in Ruhe Gedanken machen“, sagte Reindl.

In jedem Fall, so hört man aus dem Umfeld, wird eine deutsche Lösung bevorzugt. Aber: Kandidaten wie Pavel Gross (Mannheim), der frühere Bundestrainer Uwe Krupp (Sparta Prag) oder dessen damaliger Assistent Harold Kreis (Düsseldorf) stehen bei Clubs unter Vertrag.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.