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NWZonline.de Sport Weitere Eishockey

Märchen auf Eis geht weiter

24.02.2018

Pyeongchang Das Eishockey-Jahrhundertspiel rührte fast alle zu Tränen. Mit gewaltigen Emotionen ist die Wundertruppe von Bundestrainer Marco Sturm tatsächlich ins Olympia-Endspiel von Pyeongchang eingezogen und kann am Sonntag eine der größten Sensationen der deutschen Sportgeschichte perfekt machen.

„Warum sollen wir nicht Olympiasieger werden? Wir spielen doch das Finale – lass mal Olympiasieger werden!“, stammelte Abwehr-Ass Moritz Müller, nachdem das DEB-Team durch das grandiose 4:3 (1:0, 3:1, 0:2) gegen Rekord-Olympiasieger Kanada schon die Silbermedaille sicher hat. „Das war ein Jahrhundertspiel“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes musste beim größten Erfolg des deutschen Eishockeys auf der Tribüne selbst weinen.

Im Endspiel gegen die Turnierfavoriten der Olympischen Athleten aus Russland an diesem Sonntag (5.10 Uhr MEZ/ZDF und Eurosport) scheint nun alles möglich. „Wir wollen mehr, wir können mehr“, sagte Deutschlands erfolgreichster Olympia-Stürmer Patrick Hager. „Verrückte Welt. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, meinte Sturm am Freitag mit feuchten Augen nach der nächsten Olympia-Sensation, nur zwei Tage nach dem 4:3 gegen Weltmeister Schweden.

WhatsApp-Gruppe hieß „Mission Gold“

Die Spieler der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft hatten sich bereits frühzeitig auf die Sensation bei den Winterspielen in Pyeongchang eingestimmt. Schon beim letzten Lehrgang vor dem Abflug nach Südkorea Anfang Februar in Füssen richtete Marcus Kink für die Mannschaft eine WhatsApp-Gruppe mit dem damals gewagten Titel „Mission Gold“ ein. „Wir haben uns gesagt: Warum nicht? Warum nicht wir?“, sagte Christian Ehrhoff. Sein Verteidigerkollege Moritz Müller ergänzte nach dem Finaleinzug am Freitag: „Wir waren verrückt genug, es auszusprechen. Vielleicht war es dieser Mut, dieser Größenwahn, der uns hierher geführt hat.“

Beide Siege gehen schon jetzt in die Eishockey-Geschichte ein: Niemals zuvor hat eine deutsche Auswahl auch nur eine der beiden Eishockey-Großmächte bei Winterspielen besiegt. Die sensationelle Bronzemedaille von 1976 ist endgültig übertroffen. „Jeder redet noch von 1976. Für die nächsten 50 Jahre wird jeder von diesem Team reden“, sagte der frühere NHL-Star Christian Ehrhoff.

Auf der Tribüne rasteten die versammelten deutschen Olympia-Athleten schier aus, als der Sieg nach einer zwischenzeitlichen Gala gegen verzweifelte Kanadier endlich perfekt war. „Am Ende sind dann alle Dämme gebrochen. Es haben wahrscheinlich noch nie so viele weinende Männer auf engstem Raum gestanden, zumindest habe ich es in der Form noch nicht erlebt“, sagte DOSB-Chef Hörmann.

Auch von den deutschen NHL-Profis gingen aus Nordamerika Glückwünsche ein. „Ihr seid ja völlig wahnsinnig“, sagte Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl. Weil sich die nordamerikanische Profiliga geweigert hatte, die Saison für Olympia zu unterbrechen, fehlen allen Teams die besten Spieler. Umso unglaublicher war die Art und Weise, mit der die nur aus DEL-Spielern bestehende deutsche Truppe den 26-maligen Weltmeister teilweise auseinander nahm.

Nach Treffern von Brooks Macek (15. Minute), Matthias Plachta (24.), Frank Mauer (27.) und Hager (33.) führte der Außenseiter bereits 3:0 und 4:1, ehe die Kanadier im letzten Drittel noch einmal richtig Druck machten. Doch die aus den besten europäischen Ligen zusammengestellte Mannschaft kam nur noch zu zwei Toren – und schlich bedient vom Eis.

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