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NWZonline.de Sport Weitere Eishockey

„Habe ein gutes Gefühl – aber mit Fragezeichen“

12.09.2019
Frage: Sie haben in den bisherigen drei DEL-Spielzeiten der Bremerhavener als Underdog mit dem kleinsten Liga-Etat zweimal die Playoffs und einmal die Playoff-Qualifikation erreicht. Sind die Fischtown Pinguins weiterhin der Außenseiter?
Thomas Popiesch (54): Ja, grundsätzlich sind wir immer noch die Kleinen. Aber wir müssen uns auch nicht kleiner machen. Wir sind ein fester Bestandteil der Liga. Sich nur kleinzureden ist auch nicht sinnvoll.
Frage: Gehen Sie deshalb offensiver in die Saison?
Popiesch: Wir wissen, dass wir mithalten können. Am Ende wollen wir im Kampf um den letzten Pre-Playoff-Platz, also Rang zehn, dabei sein. Alles Weitere wird sich im Laufe einer Spielzeit zeigen.
Frage: Wie ist Ihr Gefühl kurz vor dem Saisonstart am Freitag in Düsseldorf?
Popiesch: Das täuscht einen ja manchmal. Es ist sehr schwer, eine Prognose zu stellen. Manchmal ändert sich der Stand von Woche zu Woche. Grundsätzlich habe ich ein gutes Gefühl, aber mit einem Fragezeichen.
Frage: Weil es wieder einen Umbruch gab?
Popiesch: Den gab es vor jeder Saison. Wir können nicht davon ausgehen, dass es immer klappt. Aber: Bislang ist es immer gut gegangen und wir konnten das problemlos kompensieren.
Startet in neue Saison: Thomas Popiesch BILD: Hase

DEL-Splitter

Seit Januar 2016 ist Thomas Popiesch Trainer der Fischtown Pinguins Bremerhaven, die damals in der DEL2 spielten. Mitte 2016 erhielt das Team nach dem Rückzug der Hamburg Freezers über eine Wildcard einen Platz in der DEL.

Das Interesse am Eishockey ist in Bremerhaven groß. In der vergangenen Saison kamen im Schnitt 4448 Zuschauer zu den Spielen in die Eisarena (4647 Plätze). Der Etat der liegt Schätzungen zufolge bei 4,9 Millionen Euro.

Die neue Saison ist die letzte, in der es keine Auf- und Absteiger zwischen der DEL und der DEL 2 gibt. Am Ende der Spielzeit 2020/21 wird dies wieder der Fall sein. Zuletzt hatte es 2005/06 Auf- und Absteiger gegeben.

An diesem Freitag starten die Bremerhavener um 19.30 Uhr bei der Düsseldorfer EG in die neue Saison. Das erste Heimspiel findet an diesem Sonntag (14 Uhr) in der Eisarena gegen die Eisbären Berlin statt. Bis März stehen 52 Hauptrunden-Spieltage an, es folgen die Playoff-Qualifikation und die Playoffs.

Frage: Wie verlief die Vorbereitung?
Popiesch: Generell bin ich zufrieden. Wie sind von größeren Verletzungen verschont geblieben. Was nicht so gut war, dass wir zu Anfang 14 Tage fast nur unterwegs waren. Aber das haben wir kompensiert. Die Mannschaft muss sich weiter noch finden. Wir haben einige Schlüsselspieler verloren.
Frage: Dafür haben die Pinguins sieben neue Spieler unter Vertrag genommen. Die Zugänge schlugen in den vergangenen Jahren immer gut ein. Können sie das auch in der kommenden Spielzeit?
Popiesch: Die Verteidiger Stefan Espeland und Stanislav Dietz haben sich sehr gut eingebracht, auch Stürmer Tomas Sykora weiß, wie man Tore schießt.
Frage: Sind Sie zufrieden mit Ihrem Kader?
Popiesch: Ein Trainer kann immer etwas gebrauchen. Er hätte gerne ein größeres Spieler-Polster. Aber Team-Manager Alfred Prey hat mit den Voraussetzungen und was machbar war, einen Top-Job gemacht.
Frage: Neu ist auch Ihr Co-Trainer. Martin Jiranek war bereits Cheftrainer in der DEL. Klappt die Zusammenarbeit?
Popiesch: Er hat jeden Tag neue Ideen und bringt eine neue Qualität ein. Er wird die Spieler besser und meine Arbeit einfacher machen. Die Spieler heutzutage hinterfragen mehr, da müssen Antworten kommen. In den nächsten Jahren wird das Team im Hintergrund immer wichtiger.
Frage: Sie treffen mit Düsseldorf und dem Heimspiel am Sonntag gegen die Eisbären Berlin gleich auf Spitzengegner. Haben Sie lieber zum Start die harten Brocken?
Popiesch: Für uns gibt es keine leichten Gegner. Berlin will Meister werden, Düsseldorf hat eine starke Rückrunde gespielt. Beide Teams sind auf jeden Fall ein guter Gradmesser. Vielleicht ist es besser, gleich zu Beginn auf starke Mannschaften zu treffen.
Frage: Die Eisarena in Bremerhaven wird auch in der neuen Saison fast immer ausverkauft sein. Welche Rolle spielen die Fans?
Popiesch: Sie sind enorm wichtig. Es ist viel leichter, wenn wir mal sechs oder sieben Spiele verlieren, uns die Zuschauer aber bedingungslos unterstützen, die Wende zu schaffen. Die Spieler merken das.
Frage: Es ist auch Ihre vierte DEL-Saison mit den Pinguins. Wenn Sie tief in sich hineinhorchen: Was sagt Ihnen Ihr Gefühl?
Popiesch: Ich bin zuversichtlich. Aber es ist wie immer vor einer Saison: Die Vorbereitung ist die eine Sache, eine Saison dann aber die andere.
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