BUTTELDORF - Von der „Gummimantelgeneration“ zum „Fire-Fighter“? Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altenhuntorf im Butteldorfer Feuerwehrhaus stieß der Redebeitrag des Gruppenführers Stefan Wilken nicht nur auf große Beachtung, seine Ausführungen zum Wandel der Feuerwehren stimmte die Kameraden und Gäste der Versammlung auch nachdenklich.

Haben die „alten Kämpen“ der „Gummimantelgeneration“ noch eine Chance, sich den veränderten Einsatzmodalitäten anzupassen oder braucht es heute „Fire-Fighter“ als bestens ausgerüstete Nahkampf-Eliteeinheit? Stefan Wilken: „Fest steht, dass sich die Brandeinsätze durch Veränderungen der Baustoffe viel schwieriger gestalten, bei Bränden in modernen Häusern erschwert sich die Brandbekämpfung durch extrem hohe Temperaturen, die Brände sind zwar kleiner, aber auch gefährlicher geworden.“ Um den heutigen Einsatzanforderungen gerecht zu werden, brauche es beide Typen, stellte Wilken fest, die Führungskräfte der Wehren müssten imstande sein, beide zu einer Einheit zusammenzuschweißen.

Dass dieser Spagat in Altenhuntorf bestens funktioniert, bewies der ausführliche Jahresbericht des Ortsbrandmeisters Ralf Heinemann. Insgesamt leistete die Schwerpunktwehr im vergangenen Jahre 3021 Dienst- und Einsatzstunden, darunter neun Brandeinsätze, vier Hilfeleistungseinsätze, aber auch vier Fehlalarme. Ganz persönlich betroffen war die Ortswehr vom Großbrand der Gaststätte „Moordorf Drei“ (früher Garlichs Gasthof). Da der traditionelle Feuerwehrball dort nicht mehr stattfinden kann, wird die Ortswehr am 21. August ein Feuerwehrfest für jung und alt am Butteldorfer Feuerwehrhaus veranstalten.

Von den Feuerwehrleuten gewählt wurden Hartmut Focke und Stefan Wilken (Gruppenführer), Sönke Heinemann (Maschinist), Markus Bratz (Gerätewart), Michael Beyer (Funkwart), Hartmut Ficke (Atemschutzwart), Rof de Vries (Sicherheit), Volker Osterloh (Schrift- und Pressewart) und Rolf Kayser (Kassenwart).

Zu Feuerwehrmännern wurden Holger Wester, Christoph Schumacher und Jan Dijkstra ernannt, befördert wurden Michael Beyer (Hauptfeuerwehrmann), Markus Bratz (Oberfeuerwehrmann) und Rolf Kayser (Brandmeister).

Neben den Dienst- und Einsatzstunden sorgte die Feuerwehr Altenhuntorf auch für gesellschaftliches Leben im Dorf: wie immer gut besucht war die feuchtfröhliche Ferienspaßaktion, bei der auch die Gastgeber nicht trocken blieben; weiter wurde zur Blutspende eingeladen, der Feuerwehrball, ein Ausflug, eine Grillfete für Familien und Weihnachtsfeier hatten ihren festen Platz im Veranstaltungskalender.

Zurzeit zählt die Ortswehr 33 Aktive und 16 Kameraden in der Altersabteilung.