Elsfleth - An der maritimen Runde des Elsflether Schifffahrtsforums hatte Ex-Bürgermeisterin Traute von der Kammer während ihrer Dienstzeit regelmäßig teilgenommen. Auf der letzten Versammlung des Jahres 2016 war von der Kammer noch einmal beim Treffen in der „Kogge“ zu Gast, und der Sprecher des Schifffahrtsforums, Erhard Bülow, nutzte die Gelegenheit, der früheren Bürgermeisterin seinen Dank auszusprechen.
„Sie haben einen wesentlichen Beitrag zu unserer Arbeit geleistet und auch dafür gesorgt, dass das Schifffahrtsforum zu einem überregionalen Markenzeichen geworden ist“, sagte Bülow. Sie habe im Kreis des Forums stets das Gefühl sehr genossen, wohlgelitten zu sein, erwiderte die Ex-Bürgermeisterin.
Themen der Versammlung waren Rückblick auf die vergangenen und Ausblick auf die kommenden Aktivitäten des Elsflether Schifffahrtsforums, das sich aus den fünf vor Ort beheimateten maritimen Vereinen zusammensetzt. Die Manöverkritik zur traditionellen Podiumsdiskussion in der Aula der Seefahrtschule im November 2016 fiel mit kleinen Einschränkungen positiv aus. Erhard Bülow bemängelte allerdings, dass die Veranstaltung zum Thema „Dicke Pötte – kleine Reviere“ von den maritimen Fachzeitschriften weitestgehend ignoriert wurde.
In ihre „Ideensammlung“ für das mögliche Thema beim Schifffahrtsforum 2017 nahmen die Versammlungsteilnehmer Themen wie „Berufsaussichten für angehende Nautiker“, „Die Situation deutscher Seeleute, die ausgeflaggt fahren“ und „Einsparungspotenziale durch Routenoptimierung“ auf. Interessant dürfte auch das Thema „Ferngesteuerte, autonome Schiffe“ sein. Zurzeit finanziert die EU mit 3,5 Mio. Euro Forschungen zum Einsatz unbemannter Roboterschiffe unter der Federführung von Rolls-Royce.
Im Projekt „Maritime Unmanned Navigation through Intelligence“ (MUNIN) kann die Crew tausende Kilometer entfernt an Land sitzen und Navigations- und Fahrtbefehle an das „Geisterschiff ohne Besatzung“ übermitteln.
