ELSFLETH - Eine neue Verkehrsplanung für Elsfleth: Lothar Zacharias vom Planungsbüro Zacharias aus Hannover erklärte, welche Perspektiven es für die Stadt gibt.
Problembereiche sieht er an der Ortsdurchfahrt und an der schwierigen Zufahrt zum Campusgelände. Zunächst stellte er aber grundsätzliche Fakten dar: Unfallschwerpunkte zum Beispiel gebe es in Elsfleth nicht. Das Verkehrsaufkommen an Autos auf der B 212 sei in den letzten Jahren leicht gestiegen, „das ist atypisch für Niedersachsen“, wie Zacharias feststellte. Das Aufkommen des Schwerverkehrs sei in Elsfleth stagnierend. Um eine neue Verkehrsleitplanung aufzustellen, sollen nun aktuelle Zahlen erhoben werden. Das gilt vor allem für zwei Kreuzungen an der B 212, an denen man jeweils einen Kreisverkehr einrichten könnte, an der Nordermoorer Hellmer und der Hafenstraße.
Vor allem die Sicherheit für Schulkinder müsste im Fokus stehen. Und: „Wenn zu viele Kinder zum Schulbeginn den Kreisel queren, geht für die Autos gar nichts mehr“, so Zacharias. Zu beachten wäre bei der Einrichtung eines Kreisverkehrs auch die Situation der Abbieger, zum Beispiel aus den Supermarktparkplätzen. „Mit der Ampelschaltung kommen die Autos in einem Pulk angefahren. Bei einem Kreisel in regelmäßigen Abständen. Da kommt man schwerer dazwischen“, gab er zu bedenken.
Sven Semprich (CDU) steht einem Kreisel kritisch gegenüber. „Man bräuchte einen zusätzlichen Ampelbereich für die Schulkinder“, sagte er. Auch Horst Kortlang (FDP) betonte, man müsse die Verkehrssituation genau betrachten. Auch andere Problembereiche sprachen die Politiker an: Alexander von Perger (CDU) wies darauf hin, dass am Bahnhof Parkplätze fehlen. Thorsten Böner (UWE) sprach die unübersichtliche Verkehrssituation an der Alten Straße und Friedrich-August-Straße an. Edgar Di Benedetto bat, auch einen „Shared Space“-Bereich in die Überlegungen mit einzubeziehen. „Das wäre an der Mühlenstraße zum Rathausplatz hin möglich“, regte Planer Lothar Zacharias an.
