Elsfleth - Aufgrund der Corona-Krise ging es, wie für viele andere auch, für Köchin Anja Groshardt aus Elsfleth in Kurzarbeit. Doch keine Beschäftigung zu haben passte ihr überhaupt nicht. „Ich bin ein Workaholic – irgendwas muss ich machen“, sagt Groshardt. Und so begann sie kurzerhand, Mundschutzmasken zu nähen.
Als gelernte Schneiderin kein Problem für die 54-Jährige. Stoffreste und Nähmaschine habe sie ohnehin gehabt. Mit einer Vorlage machte sie sich ans Werk. 20 bis 30 Minuten benötigt sie nun je Maske. „Ich verbringe fast den ganzen Tag mit dem Nähen“, sagt Groshardt. Viele ihrer genähten Masken habe sie bereits verschenkt, unter anderem an das Team vom Edeka-Markt Lagerin. „Die Freude dort war groß“, sagt Groshardt. Auch auf Facebook bedankte sich das Team bei der Elsfletherin. Zudem habe Groshardt ein Seniorenpflegeheim und eine ansässige Firma versorgt. Für die Berner Tafel möchte sie gemeinsam mit einer Bekannten ebenfalls fleißig nähen. „Ich freue mich, wenn ich anderen eine Freude machen kann“, sagt die 54-Jährige.
Mittlerweile verkauft sie ihre Masken auch durch ein Fenster ihrer Erdgeschosswohnung in der Grünen Straße. An ihrem kleinen „Masken-Kiosk“ bietet sie ihre Nähware zum Selbstkostenpreis von fünf und sechs Euro an. „Ich will mich daran nicht bereichern“, sagt sie, aber die Materialkosten müsse sie irgendwie ausgleichen. Denn gerade Gummiband sei teuer geworden.
Durch das gekippte Fenster reicht sie die Masken nach draußen und nimmt das Geld entgegen. So bliebe die Infektionsgefahr gering.
„Es ist ein gutes Gefühl, wenn jetzt jeder eine Maske tragen muss“, sagt Groshardt. So würde sich jeder selbst und auch andere Menschen schützen. Wenn sie dazu ihren Beitrag leisten könne, sei sie zufrieden. Wer Interesse an einer Maske hat oder Stoffreste abgeben möchte, kann sich unter
