ELSFLETH - Nicht genügend durchdacht, kurzsichtig: So nennt der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion Joachim Wiesensee in einer am Wochenende verfassten Pressemitteilung die vergangene Woche im Rat gefallene Mehrheitsentscheidung für den Haushaltsplan 2008. Weil in dem Investitionsplan, Bestandteil des Gesamthaushalts, für die Sanierung des Sportplatzes Peterstraße 255 000 Euro eingeplant sind, verweigerte die CDU – wie berichtet – dem gesamten Zahlenwerk geschlossen die Zustimmung.

Elsfleth habe dank der wachsenden maritimen Ausbildung gut Aussichten auf steigende Einwohnerzahlen, vor allem von jungen Leuten. Die Stadt müsse sich deshalb modern, aufgeschlossen und zukunftsfähig aufstellen und „nicht an allem Gestrigen hängen bleiben“. Dies gelte auch für den Sportplatz-Standort Peterstraße. Mit der jetzt gefallenen Entscheidung würden die augenfälligen Nachteile des Sportplatzes Peterstraße für 15 Jahre festgeschrieben: Nicht genügend Parkplätze und damit Verkehrsprobleme auf den Straßen, eine große Nähe zur Wohnbebauung sowie eine Vereinsunterkunft, die nicht gerade eine Visitenkarte für die Stadt sei.

Die CDU-Fraktion will – wie berichtet – in Verbindung mit dem Neubau einer Grundschule auch gleich eine neue Sportstätte im Stadtwesten errichten. Wiesensee: „Nach unserem jetzigen Kenntnisstand hätte die Bauzeit maximal 1,5 Jahre dauern können, die Mehrkosten würden sich durch einen möglichen Landeszuschuss von 250 000 Euro sowie den Verkaufserlös von 1900 Quadratmetern Grundstücksfläche an der Peterstraße und Synergieeffekte mit der neuen Grundschule, wenn denn eine gebaut wird, stark vermindern, wenn nicht gar aufheben.“

Womit als eigentliches Problem der längere Zeitraum von einem Jahr plus x bliebe, in dem der TuS improvisieren müsste, bis er den dann fertiggestellten neuen Sportplatz bespielen könnte. „Wir sind allerdings davon überzeugt, dass die Schwierigkeiten überbrückbar wären“, sagt Wiesensee.