Elsfleth - „Für mich ist dieses Jahr abgeschrieben“, sagt Edith Koschnick, Inhaberrin der Klecksklause. Die charmante Gaststätte auf ihrem Hof an der Niederhörne 29 in Elsfleth wird sie in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr öffnen. „Aber das ist ok, ich bin Rentnerin und betreibe die Gaststätte nur als Hobby“, sagt sie. „Ich bin in einer verdammt guten Situation, meine Existenz hängt nicht davon ab.“ Nur wenn sich das Blatt wenden sollte und Veranstaltungen wieder uneingeschränkt möglich sind, wird sie die Kleckklause wieder öffnen. „Ich weiß, dass es dann auch wieder Spaß machen wird, aber jetzt gerade fehlt es mir nicht.“

Sie sei durch die Krise zu einem langen Urlaub gezwungen worden, den sie nun in vollen Zügen genießt. So habe sie wieder Zeit für künstlerische Arbeiten, die sonst zu kurz kommen. Unter anderem hat sie die Auffahrt zu ihrem 500 Jahre alten Hof zu einem Pfad des Entdeckens umgewandelt. Inspirierende und nachdenkliche Sprüche zieren den Zaun entlang ihrer Auffahrt. Auf diese Weise möchte sie ihre Gedanken und Überzeugungen mit anderen teilen. „Das Ganze soll zum Nachdenken anregen“, sagt sie.

Immer wieder habe sie es erlebt, dass Fahrradfahrer und vorbeifahrende Autos anhalten, um ihre Staudenpracht zu begutachten. Sie lädt alle explizit dazu ein, die gesamte Auffahrt bis zum Hof hochzulaufen und sich an den Pflanzen, den Sprüchen und der Umgebung zu erfreuen. „Es stehen auch zwei kleine Tische für diejenigen bereit, die ein wenig Verweilen möchten.“