ELSFLETH - ELSFLETH - Auch die Elsflether Apotheker werden sich an der heute in Hamburg stattfindenden Kundgebung gegen das Gesundheitsreformgesetz beteiligen. Anker-Apotheke und Deich-Apotheke sind zwar vormittags geöffnet, werden jedoch nur in einer Notbesetzung arbeiten. Am Nachmittag versieht die Kröger-Apotheke im Famila-Markt an der Weserstraße als einzige in der Region einen Notdienst bis 20 Uhr.

Würden die im Gesundheitsreformgesetz vorgesehenen Maßnahmen wie geplant umgesetzt, wäre die medizinische Versorgung im ländlichen Raum besonders gefährdet, stellen Maike Maas-Bode (Anker-Apotheke) und Dr. Hartmut Behrje (Deich-Apotheke fest. „Wir werden gezwungen sein, Personal zu entlassen“, sagt Maike Maas-Bode, „und das wird zu Lasten unserer Kunden gehen.“

Im kommenden Jahr sollen die Medikamentenkosten um 500 Mio. Euro gesenkt werden – möglicherweise auf dem Rücken der Apotheker, falls es den Krankenkassen nicht gelingt, mit den Herstellern erfolgreiche Rabattverhandlungen zu führen.

Während die Apotheken in größeren Städten einen Teil der drohenden Einbußen mit einer stärkeren Betonung des rezeptfreiem Sortiments für die in den städtische Laufkundschaft auffangen könnten, wären die ländlichen Apotheken auf die über die Krankenkassen abzurechnenden verschreibungspflichtigen Medikamente angewiesen. Laut Maas-Bode würden ihr im kommenden Jahr 20 000 Euro in der Kasse fehlen. Das könne man nur durch Personalabbau kompensieren.